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nuForum Lautsprecher, Surround und Klangphilosophie
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Test? Wie wichtig sind identische Lautsprecher? |
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Der Pabst Star


Anmeldungsdatum: 03.12.2004 Beiträge: 784
Wohnort: Ilmenau (aber eigentlich ja aus'm Schwabeländle...)
9 Albumbilder |
geschrieben am: 09. März 2008, 19:16  |
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Phantomschallquellenortung zwischen verschiedenen Lautsprechermodellen
Bei diesem Versuch soll untersucht werden inwiefern unterschiedliche Lautsprecher miteinander harmonieren bzw. aneinander anpassbar sind um ein möglichst homogenes Klangbild zu erzielen.
Testbedingungen
Knappe 20qm im Altbau mit 3m hohe Decken, normal bedämpfter Raum, keine parallelen Wände (!) , Frontbereich durch Absorber optimiert wie hier beschrieben.
Stereo: nahezu ideales Stereodreieck mit 2,1 m Seitenlänge, Blue-Danubsche 1/5tel Regel, Einwinkelung dass Hörer laut Nubert-Empfehlung bzw. Datenblatt für die NuWave 10 etwa 10-15° außerhalb der Achse sitzt.
Surround:
| bernardus hat folgendes geschrieben: | | Interessant, dass du im Rearbereich zwei große und zwei kleine Dipole in Betrieb hast. Ich nehme an, die großen sind für die Surroundkanäle und die kleinen für den SurroundBack-Bereich zuständig? | Ja das ist korrekt. Rearaufstellung mit Abstrahlrichtung auf Center ausgerichtet nahe der allgemein gültigen Empfehlung (wie z.B. u.a. von Dolby beworben) mit gleichen Abständen der Boxen untereinander; alle Lautsprecher gleich hoch mit Ausnahme des Centers, dieser ist aber auf die Hörposition hin angewinkelt.
Versuch A: ideale Stereokombinationen
Vorversuch: neue Einpegelung NuWave 10 Stereo
Um möglichst optimale Testbedingungen zu erzielen und Vergleichswerte für die folgenden Ausführungen zu ermitteln habe ich noch ein paar restliche Absorber kurzfristig mittig zwischen die Fronts gestellt.
Die Verkabelung erfolgt vom DVD-Player aus analog mittels zwei Y-Adaptern um einen Monoklang auszubilden (Stereoausgang / Y-Adapter / Mono-Kabel / Y-Adapter / Stereoeingang). Hierbei wird der 7.1-Analog-Eingang des Verstärkers genutzt um beliebige Lautsprecherkombinationen durch einfaches Umstecken der Cinch-Stecker zu realisieren.
Bedingt durch die räumlichen Gegebenheiten ist die rechte Frontbox um 1 dB leiser eingepegelt, in den darauf folgenden Tests werde ich diese Differenz bereits immer abziehen und gleich korrigierte Angaben zu den db-Werten machen. Die Einpegelung erfolgt nicht mittels eines Messgeräts! Desweiteren habe ich für die Pegelanpassung Musik ausgewählt und werde versuchen die Sängerin hiermit möglichst exakt auf die Mitte zwischen beiden Boxen abzubilden.
A1: NuWave 10 vs. NuWave DS-55 | ramses hat folgendes geschrieben: | | mich würde mal interessieren ob sich zwischen den großen Dipolen und den Front LS eine Phantomschallquelle ausbildet, bzw. wie diese durch die Einstellung "Direkt" oder "Dipol" beeinflusst wird. | Hierbei ist das ATM für die 10er zwar angeschlossen, aber Höhen auf neutral und Bassanhebung auf 0, so dass nur der Rumpelfilter wirkt. Alle Schalter an den beiden Boxen auf neutral bzw. direkt.
a) Erster Höreindruck: irgendwas klingt anders. Fehlersuche: Ah - die Entfernungsangeben sind natürlich noch auf Surroundabstände eingestellt Nach Pegelabgleich ist nun die DS-55 0,5 db lauter eingestellt. Allerdings ist mir hierbei schon aufgefallen, dass beim gegenseitigen Einpegeln die Schallquelle nicht so eindeutig von links nach rechts und umgekehrt wandert wie bei einem 10'er Päärchen. Die Varianz für einen exakten Pegelabgleich ist also größer. Die Phantomschallquelle scheint etwas mehr in die Breite gezogen. Desweiteren kann ich auch in geringem Maße diverse Schallanteile direkt aus den Boxen wahrnehmen, was zuvor nicht der Fall war.
b) Interessant wird es bei der Umschaltung auf Dipol. Die Ortung bleibt vollständig erhalten - ohne neu einpegeln zu müssen. Eventuelle Unterschiede liegen im Bereich von 0,5 dB und dies kann ich hier nicht näher beziffern.
c) Durch Umschalten der Schalter auf der Boxenunterseite der DS-55 passt sich diese IMHO bei der Stellung Mitten-Anhebung sehr gut an die Frontboxen an, da zumindest bei diesem Testaufbau die Breite der Abbildung deutlich enger und damit genauer wird.
d) Um den Eindrehwinkel zu prüfen habe ich mal die DS-55 um ca. 105° gedreht, so dass die Seitenfläche direkt zum Hörer zeigt. Wie zu erwarten war eine absolute Katastrophe. Pegeldifferenzen von 12 dB!! Eine Phantomschallquellenortung ist absolut unmöglich. Eine kleine Variation mit einem durchaus gebräuchlichen Eindrehwinkel von ca. 45° zum Hörer hin ergab immer noch Pegeldifferenzen von ca. 8 dB. Man kann sagen, dass die Schallquelle nun zwar zwischen den Boxen geortet wird, aber die Position nicht genauer spezifiziert werden kann, die Stimme schwebt also ein wenig im Raum.
e) erstes Fazit: Prinzipiell ist mit NuWave 10 vs. NuWave DS-55 schon eine sehr gute Phantomschallquellenortung möglich, optimiert wird dies durch eine möglichst gleiche Einwinkelung beider Lautsprecher zum Hörer hin, die NuWave DS-55 kann durch Schalterstellung "Mitten-Anhebung" noch weiter angeglichen werden. Dipol oder Direkt macht keinen Unterschied. Ein abschließender Stereotest bestätigt dies. Minimale Unterschiede lassen sich zwar für geübte Ohren oder Leute die die Lautsprecher einzeln kennen feststellen, allerdings liegen diese hauptsächlich im Bassbereich und im Auflösungsvermögen bei komplexen Klangstrukturen, aber die Ortung kommt sehr nah an eine identische Frontbestückung heran!
A2: NuWave 10 vs. NuWave CS-65
Beide Lautsprecher gleich laut eingepegelt. Das ist super, perfekte Ortung, beide Lautsprecher scheinen für sich absolut stumm zu sein und nur die Phantomschallquelle aktiv. War auch nicht anders zu erwarten, da der CS-65 ja quasi eine "abgeschnittene" 10'er ist. Test an dieser Stelle abgebrochen, da hier außer im Bassbereich kein Unterschied besteht und somit mit perfekten Ergebnissen zu rechnen ist.
A3: NuWave 10 vs. NuWave RS-5
a) NuWave RS-5 0,5 dB lauter, laufen allerdings auch (dauerhaft) auf Dipol. Die Ortung lässt zu wünschen übrig. Man merkt dass die Musik von vorne kommt um es mal lapidar auszudrücken.
b) Beim Einwinkeln der RS-5 ergibt sich erstaunliches: bei 90° im Bezug zum Hörer lassen sich die miserablen Ergebnisse aus dem DS-55 Test wiederholen, aber werden kleinere Winkel gewählt so verbessert sich die Schallquellenortung im Vergleich zur Normalaufstellung deutlich hörbar! Woher genau dieser Effekt herrührt kann ich mir nicht genau erklären außer dass bei Einwinkelung bestimmte Frequenzen abgeschottet werden und sich die Lautsprecher somit besser vom Frequenzgang oder von der Direktheit wie auch immer anpassen... Trotzdem halte ich es für gewagt hieraus sofort Schlussfolgerungen für den Surroundbetrieb zu ziehen.
A4: weitere Tests im Schnelldurchlauf
a) NuWave CS-65 vs. NuWave RS-5: Überraschenderweise ein ganzes Stückchen besser als Test A3! Hätte ich aufgrund der Ähnlichkeit von CS-65 und der 10'er nicht erwartet.
b) NuWave DS-55 vs. NuWave RS-5:
| ramses hat folgendes geschrieben: | | Ausserdem würde mich noch interessieren ob sich zwischen den kleinen Dipolen und den großen Dipolen eine Phantomschallquelle ausbildet. | Passen am ehesten im Dipolbetrieb zusammen. Der Test wurde absichtlich in dieser Konfiguration gewählt da ich a) nicht an den Schalter der RS-5 komme ohne die Montageplatte zu entfernen und b) eine praxisrelevante gleichzeitige Nutzung dieser beiden Lautsprecher im ausschließlichen Direktbetrieb höchstwahrscheinlich niemals vorkommen wird. An sich bildet sich natürlich ein sehr räumliches, aber auch sehr stimmiges Klangbild aus welches richtig gut gefällt - auch wenn die Ortung bedingt durch den Dipolbetrieb bei weitem nicht perfekt ist.
c) NuWave CS-65 vs. NuWave DS-55: Was für eine Kombination! Die ist richtig gut.
Überblick über die bisherigen Ergebnisse
Hier eine kurze Übersicht über die Testergebnisse. Besonderes Augenmerk verdient hierbei die Ortung der Mono-Phantomschallquelle sowie die Gesamtstimmigkeit des Klangbildes, in diesem Falle sollte kein Lautsprecher gesondert herauszuhören sein.
1) 10 & CS-65 (nahezu kein Unterschied)
2) CS-65 & DS-55 (ein wunderbares Klangbild, die Ortung wird aber schon minimal schlechter)
3) 10 & DS-55 (hörbare Einschränkungen, bei guter Einpegelung und Einwinkelung aber immer noch auch als Stereokombination zu empfehlen, sehr schwierig richtig anzupassen)
4) CS-65 & RS-5 (die RS-5 hat's einfach aufgrund ihrer Größe schwer in perfekten Einklang zum CS-65 zu kommen)
5) DS-55 & RS-5 (im Dipolbetrieb sehr stimmig, die Ortung geht aber im Vergleich zu 4) viel zu stark verloren)
6) 10 & RS-5 (letzter Platz aber bei richtigen Winkeln erstaunlichste Ergebnisse, die ausschließlich auf die Schallquellenortung bezogen auch in dieser Liste 3 !! Plätze ausmachen könnten)
Diese "Rangfolge" bestätigt alle vorher getroffenen Vermutungen. Je identischer zwei Lautsprecher desto besser passen sie zusammen. Pegeldifferenzen liegen immer in der Größenordnung von 0,5 dB und sind da es sowieso keine zwei identischen Hörräume gibt zu vernachlässigen. | bernardus hat folgendes geschrieben: | | Es wäre sehr interessant, zu erfahren, ob die großen Dipole mit den Front-Standboxen 'phantomschallquellenmäßig' besser harmonieren als die kleinen. | Prinzipiell ja für die Großen, allerdings stellen sich bei unterschiedlichen Winkeln höchst interessante Effekte ein die es nun zu überprüfen gilt.
Versuch B: Anwendung in praxisgerechter Surroundaufstellung
Hierzu wurden alle Lautsprecher wieder an ihre normale Surroundposition verfrachtet. Ufff!
B1: rechte Frontbox NuWave 10 vs. rechte Surroundbox NuWave DS-55
a) Hörposition mittig zwischen den Boxen im Stereodreieck (dies ist nicht die normale Hörposition!) und Einwinkelung beider Boxen wieder 10° am Hörer vorbei. Hierbei gilt es zu überprüfen welche Rolle die Raumakustik bei nicht optimalen Stereobedingungen liefert: Pegeldifferenzen von ca. 3 dB, dies ist wohl gemerkt mehr als bei meiner Standardeinstellung für Surround. Es sind mit geringen Kopfbewegungen schon eindeutig Schallanteile aus beiden Lautsprechern einzeln zu hören. In Dipolstellung wird die Phantomschallquellenortung gegenteilig zur idealisierten Stereoaufstellung sogar etwas besser.
b) Richtige Hörposition für Surround und Einwinkelung ca. 10° am Hörer vorbei, also auch nicht so wie in der Praxis realisiert, aber wichtig um die unterschiedlichen Entfernungen zu überprüfen. Für die Frontlautsprecher sind dies 2,1 m und für Rear rechts 1,1 m. Der Hörer sitzt gedreht, schaut also direkt zur Phantomschallquelle auf der Mittellinie beider Lautsprecher. Leider ist es mir hier unmöglich, so viel ich auch mit dem Direkt/Dipol-Schalter, Pegeldifferenzen und Entfernungsangaben variiere, auch nur annähernd eine Phantomschallquelle auszubilden.
c) Richtige Surroundhörposition und Standardwinkel: 10'er Einwinkelung ca. 10° am Hörer vorbei und Ausrichtung der DS-55 zum Center-Speaker hin (entspricht ca einem Winkel von 45° zum Hörer. Interessanterweise ist das Ergebnis hörbar besser als unter b) praktiziert. Bei sehr exakter Pegeleinstellung (!!) kann man hier durchaus von einer Art Phantomschallquelle sprechen. Im Dipolmodus gelingt dies am besten! Bei Variation der Entfernungsangaben verschiebt sich nicht die Ortung, sondern viel mehr verändert sich das Gesamtklangbild ins Unausgewogene, es klingt nicht mehr ganz so harmonisch wie mit korrekten Entfernungsangaben. Allerdings sind diese Unterschiede um ein Vielfaches geringer als die Unterschiede die sich durch eine differenzierte Einpegelung ergeben können.
Nun habe ich noch ein bißchen mit den Winkeln variiert um dies zu überprüfen. Je näher der DS-55 direkt in Richtung Hörer bzw. weiter in Richtung 90° zum Hörer verschoben wird desto undeutlicher wird die Ortung einer Phantomschallquelle. Der goldene Mittelweg liegt also goldrichtig irgendwo in der Mitte. In Dipolstellung konnte ich durchweg bessere Ergebnisse erzielen.
B2: Center NuWave CS-65 vs. rechte Surroundbox NuWave DS-55
Dass der CS-65 gut mit den Frontboxen harmoniert steht außer Frage. Interessant was aber bei dem angegebenen Vergleich passiert, denn der CS-65 wird liegend betrieben und steht viel weiter entfernt vom Hörer (2,5 m). Aufgrund der doch hohen Entfernungsunterschiede ist die Ausbildung einer Phantomschallquelle hier schwieriger als unter B1. Aber auch hier werden die besten Ergebnisse erzielt wenn der DS-55 in Dipolstellung ca. 45° zum Hörer ausgerichtet ist.
B3: rechte Frontbox NuWave 10 vs. rechte Surroundbackbox NuWave RS-5
Hier will sich keine Phantomschallquelle einstellen. Vermutlich sitze ich in diesem Fall bei meiner Hörposition zu nahe an der direkten imaginären Verbindungslinie zwischen beiden Boxen, habe mich also schon sehr weit vom idealen Stereodreieck entfernt. Diverse Einwinkelungen bestätigen nur die vorhergehenden Ergebnisse. Bei dem 45°-Winkel stellt sich hier aber eindeutig heraus dass bei dieser Konstellation die Ausrichtung der Chassis in Blickrichtung des Hörers gerichtet sein sollte. (Also allgemein gesprochen in die Mitte der Frontwand und nicht in die Mitte der Rückwand.)
B4: rechte Surroundbox NuWave DS-55 vs. rechte Surroundbackbox NuWave RS-5
Dies ist ein wirklich schwieriges Verfahren, da ich mir mit einer korrekten Einstellung hier wahrlich sehr schwer tue. Im Dipolbetrieb sind Einwinkelungen besser als eine Ausrichtung direkt auf den Hörer. Wenn der DS-55 in etwa in Richtung Center schaut, was sich in den vorangehenden Test als beste Variante herausgestellt hat, so entsteht die beste Phantomschallquellenortung dann wenn die RS-5 wieder in etwa im 45°-Winkel zum Hörer steht. Wirklich so gut ist es aber nicht. Dies ist wohl gemerkt eine andere Aufstellung als im vorangegangenen Test B3, in der Praxis wäre es also angeraten einen Mittelweg zu finden, was gar nicht so einfach ist da geringe Änderungen des Winkels schon zu enormen Pegeldifferenzen führen.
B5: Wiederholung der Tests für die linke Seite
Hier habe ich keine Auffälligkeiten zu vermerken, außer dass zu bemerken ist wie stark die Raumakustik je nach Zimmereinrichtung schwankt. Insbesondere der Test B4 fällt hier noch eindeutiger aus, gerade was den Eindrehwinkel der Box betrifft!
Fazit und Empfehlung
Im Praxisbezug stellt sich heraus dass die Raumakustik allen idealen Bedingungen einen Strich durch die Rechnung macht. Fraglich ist auch inwieweit die Ergebnisse auf andere Hörräume übertragbar sind. Den größten Faktor spielen die Winkel in denen die Rearlautsprecher zum Hörer stehen.
Die NuWave 10 können mit den NuWave DS-55 durchaus einigermaßen eine Phantomschallquelle ausbilden, allerdings sind die Winkel enorm wichtig und eine wirklich sehr exakte Einpegelung notwendig. Mit der Kombination NuWave 10 und NuWave RS-5 ist dies nicht zu schaffen.
| bernardus hat folgendes geschrieben: | | Wie schlagen sich die kleinen im Vergleich mit den großen? Hast du sie höher eingepegelt? | Die großen lassen den kleinen nicht den Hauch einer Chance siehe dazu hier hier.
Die Surroundkombination aus NuWave DS-55 und NuWave RS-5 hingegen kann aufgrund der Dipolcharakteristik nur eine Notlösung sein, allerdings können diese mit einer guten Mischung aus Winkeln und Pegeln doch so weit aneinander angeglichen werden dass eine gute resultierende Ortung des Gesamtschalls möglich ist (Ortung ja, perfekte Phantomschallquelle nein) und sich ebenso eine sehr einhüllende homogene beeindruckende Surroundkulisse aufbaut.
Wichtig ist auch, dass jeder Hörer Klänge anders warnimmt und es ist durchaus streitbar was denn nun noch als "gute" Phantomschallquelle gilt und was nicht. Zwei identische Hörräume existieren ebenso wenig und insofern kann ich nur eine Art Leitfaden aussprechen, der nicht bei jedem Hörer zwingend Gültigkeit haben muss:
Zusammengefasst meine Empfehlung für eine sehr gute Aufstellung für 4 Surroundlautsprecher in Dipolbetrieb- weg von der Wand!
- seitliche Rears ca. 110° zur Hörachse
- rückwärtige Rears ca. 140° zur Hörachse
- laut eigener Erfahrung ist aber ein gleicher Abstand aller benachbarten Surroundlautsprecher noch wichtiger
- je weiter eine Kombination verschiedener Lautsprecher vom Hörplatz aus gesehen von einem idealen Stereodreieck abweicht, desto schlechter das Gesamtklangbild
- seitliche Rears auf Center oder Frontbox der entsprechenden Seite ausgerichtet, idealerwiese sollte der Korpus in etwa 45° zum Hörer stehen
- rückwärtige Rears ebenfalls ca. 45° zum Hörer wenn dieser auf die Seite blickt, hier ist der Mittelweg zu den Fronts und seitlichen Rears zu finden, Blickrichtung der Chassis also grob in Mitte der entsprechenden Seitenwand
- 45° heißt immmer, dass sich die Schallanteile zweier Lautsprecher vor dem Hörer treffen, Blickrichtung der Chassis also immer nach vorne
- richtige Entfernungsangaben, diese verschieben sonst das Klangbild etwas ins Künstliche; dieser Einstellung wird aber allgemein zu viel Bedeutung beigemessen (das sollte jeder schon einmal bemerkt haben, der versucht hat einen Subwoofer richtig in die Konfiguration einzubinden )
- Abtrennung der RS-5 bei 60 Hertz und die DS-55 bei 40 Hertz, falls nicht getrennt möglich lieber eine tiefere Frequenz wählen oder gleich auf "large" belassen
- und am allerwichtigsten: richtig einpegeln - lieber in Monokonfiguration und mit veränderter Blick/Hörrichtung nachregeln als einfach nur eine grobe Einstellung
- sollte ein Lautsprecher nun wirklich noch extra herauszuhören lieber leicht den Winkel variieren anstatt die Pegel zu ändern
| bernardus hat folgendes geschrieben: | | Spielt die doch wohl etwas unterschiedliche Höhe der Boxen klanglich überhaupt eine Rolle? | Vor einer Weile war ich bei raw zu einem kleinen Workshop und habe seitdem zu diesem Thema eine ganz festgefahrene eigene Meinung, u.a. schrieb ich hierzu folgendes:
| Der Pabst hat folgendes geschrieben: | Abends hatten wir zum Spass nochmal die NuBox draussen aufgestellt, also im echten Freifeld. So können stehende Wellen erst gar nicht zu Stande kommen. Sprich: mehr Präzision bei ein bißchen weniger Schalldruck, da dieser sich in alle Richtungen ausbreiten kann. [...] Erstaunlich fand ich auch, dass sich auch hier deutliche Klangunterschiede ergeben, wenn man sich nicht im sweepspot aufhält. Auch bei einem Hörabstand von 5 Metern und mehr. Geradezu eklatant gewaltig ist der Unterschied zu hören - auch bei diesem Hörabstand - ob man sich mit den Ohren auf der Höhe der Chassis befindet oder nicht. Sprich: zwischen stehen und sitzen liegen Welten!!! Vielleicht mag dies in einem normalen Zimmer aufgrund der vielen Reflektionen nicht so erscheinen, aber die Unterschiede sind derart enorm, dass ich mich ab sofort strikt weigere z.B. Rearspeaker höher als Ohrhöhe im Sitzen zu stellen  | Also alle Rears auf den empfohlenen Ständern, somit haben die Boxen nahezu dieselbe Höhe, aber definitiv nicht höher!!
Jetzt hab ich aber erst mal genug von diesem langwierigen Prozedere: Boxen durch die Gegend schleppen, Kabel umstecken und endloses Einpegeln bei schwer auszumachenden Unterschieden. Danke fürs (komplette) lesen vielleicht kann der eine oder andere ja eine wichtige Information hieraus ziehen. Ich geh erst mal Musik mit den 10'ern hören und zwar so richtig mit Phantomschallquelle...
Grüße
Kai _________________ nuWave: 2*10 & ATM | CS-65 & ATM | 2*DS-55 | 2*RS-5 | AW-75
Marantz SR9600 | Marantz DV9600 | Panasonic TX-32PD50D
Zuletzt bearbeitet von Der Pabst am 10. März 2008, 15:02, insgesamt 1-mal bearbeitet |
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Klempnerfan Star


Anmeldungsdatum: 13.01.2006 Beiträge: 3817
Wohnort: Bad Segeberg
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geschrieben am: 09. März 2008, 20:39  |
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Hi Kai,
meinen Respekt!
Danke für deinen Test - habe selten etwas so interessiert gelesen.
Für mich auch eine Bestätigung, wie sehr der CS-65 mit den Standlautsprechern harmoniert (und mit einer Kombi aus 3 x CS-65/CS-72 + Standlautsprechern eindrucksvolle Resultate zu erzielen sind).
Wie jetzt allerdings eine nuWave 35 abgeschnitten hätte, hmm...
Wahnsinn, was du dir für Arbeit gemacht hast - sowohl für den Testaufbau, als auch für diesen Bericht!
Werde ich jetzt gleich nochmals lesen!  _________________ Mehrkanal - 3 x nuWave CS-65, 2 x nuWave RS-5, 4 x nuLine AW-560, Marantz SR-12S1, Marantz DV 7600, Wii, GameCube's, N64, SNES, DS's, Sony+Microsoft Gedöns / zusätzlich für Stereo - ATM 85, Vincent SP-T100, Vincent SA-T1, Vincent CD-S2 |
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tomdo Star


Anmeldungsdatum: 17.03.2007 Beiträge: 2302
Wohnort: Wembach
12 Albumbilder |
geschrieben am: 09. März 2008, 21:50  |
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Hallo Kai,
solche Berichte liest man gerne - sehr interessant und informativ !
Incl. einer Art Grundempfehlung für die generelle Zusammenstellung bzw. Aufstellung von Surroundsystemen !
Respekt auch vor der vielen Arbeit - Rücken und Schreiben  _________________ Beste Grüße
Thomas
Sich an den kleinen Dinge des Lebens erfreuen zu können ist ein ganz besonderes Geschenk!
Außergewöhnliche Menschen erkennt man am außergewöhnlichen Handeln. |
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ramses Star


Anmeldungsdatum: 05.02.2006 Beiträge: 3135
Wohnort: Erlangen
11 Albumbilder |
geschrieben am: 10. März 2008, 09:14  |
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Oh, hallo!
Der Test ging von statten und wie! Hammer! Geil! Grandios!
Danke dir nochmal für deine Mühen! Großen Respekt hast du dir verdient. Sehr schön sachlich und nix ausgelassen! Da bleibt kaum mehr Raum für weiter Fragen!
mfg
*begeistert*
ramses  _________________ Rotel RSX-1067 :: NAD C372 :: NuWave 105 + ATM :: NuWave 35 :: NuWave CS-65 :: Denon DVD-1720
Der Raum macht die Musik |
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Selbst Star


Anmeldungsdatum: 15.04.2007 Beiträge: 2478
3 Albumbilder |
geschrieben am: 10. März 2008, 16:12  |
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Hallöchen,
Der Kai wie man ihn schätzt und kennt,
ist mal wieder ganz in seinem Element,
er macht und tut, er testet und schreibt,
daß uns der Mund offen stehen bleibt.
Danke  _________________ nuForm 90/ATM ... Klang in Bestform |
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Mark-Gor Star


Anmeldungsdatum: 21.03.2006 Beiträge: 824
5 Albumbilder |
geschrieben am: 11. März 2008, 08:09  |
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Moin Kai!
Toller Bericht. Sehr ausführlich und informativ. Vielen Dank für deine Arbeit.
Mmmmh... da in den nächsten Wochen Tapezieren im Wohnzimmer ansteht - sollte ich meine Surrounds etwas tiefer positionieren? Werde das auf jeden Fall mal testen. Leider bin ich aufgrund unserer räumlichen Gegebenheiten ja von einer idealen Aufstellung/Aufhängung der hinteren LS ohnehin weit entfernt...
Grüsse,
mark-gor _________________ nuline 30 + ATM / CS-40 / DS-50 an Pioneer VSX-1014 / PS3 Slim / Mitsubishi HC5500 |
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StefanB Star

Anmeldungsdatum: 13.07.2002 Beiträge: 1157
Wohnort: Fulda
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geschrieben am: 11. März 2008, 13:34  |
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Ich wollte nur mal einen Text-Teil von Hifi Mirko zitieren, er passt zu dem letzten großen seriösen Test von Kai hier und geht mir weiter vorne etwas zu sehr unter :
| Hifi-Mirko hat folgendes geschrieben: | | Bei meinen Tests habe ich nämlich auch herausgefunden, daß 7.1 nur dann richtig funktioniert, wenn die LS auch richtig stehen, wie auf der Dolby-Homepage beschrieben. Kann man die Backsurrounds nicht so stellen, ist es vom Raumgefühl IMHO besser, 5.1 zu betreiben, welches Aufstellungsunkritischer ist. |
Stefan _________________ Beim Testhören sind wenigstens die Amateure von der Strasse
Der Weg vom Unterschiedhörer zum Musikhörer ist steinig und schwer |
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g.vogt Star


Anmeldungsdatum: 13.02.2002 Beiträge: 13510
Wohnort: Im Regenschatten des Harzes
11 Albumbilder |
geschrieben am: 17. März 2008, 16:32  |
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Hallo Kai,
vielen Dank für deinen äußerst interessanten, lesenswerten Bericht. Das war ein ganzes Stück Arbeit. Mir ist es als Threadstarter ja regelrecht peinlich, dass ich mich zu einem solchen mühsamen Test bisher nicht aufraffen konnte.
Manchmal denke ich aber auch, ich will gar nicht so genau wissen, wie kompromissbehaftet meine noch wohnraumtaugliche Surroundlösung ist
Und gerade auch in diesem Zusammenhang finde ich es interessant, dass so manche Mischung doch einen passablen Eindruck hinterlässt und dass die theoretisch ideale Lösung mit identischen Lautsprechern sich ohne entsprechende räumliche Möglichkeiten gar nicht richtig entfalten kann.
Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt _________________ Setzt die Klangsegel! Auf zu neuen Hörizonten! |
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Klappi Semi

Anmeldungsdatum: 07.02.2005 Beiträge: 82
Wohnort: Mitten im Pott
1 Albumbild |
geschrieben am: 17. März 2008, 20:19  |
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Hi Kai,
auch von meiner Seite ein dickes "danke schön". Leider war ich die letzten Monate aufgrund Zeitmangels nur sehr unregelmäßig im Forum vertreten und habe mich nun um so mehr gefreut, dass das Thema hier noch so kraftvoll vorangetrieben wurde. Mich selbst hatte vor einigen Monaten (nach einem Wohnungswechsel) ja auch der Gedanke beschäftigt, inwieweit ich mein Heimkino-Feeling durch ein Upgrade von DS-50 auf DS-60 steigern kann (ich hatte mir dann damals einen zweiten AW-550 als Rear-Unterstützung probeweise nach Hause geholt, mit dem ich aber letztlich nicht glücklich wurde). Von daher finde ich Deinen Bericht natürlich super interessant!
Übrigens:
| Zitat: |
[...] die NuWave DS-55 kann durch Schalterstellung "Mitten-Anhebung" noch weiter [an die NuWave 10] angeglichen werden.
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Nach meinen damaligen "Misserfolgen" mit der Rear-Sub-Kombi hatte ich meinen Kummer anschließend damit bekämpft, dass ich meinen CS-40 durch den (wahrscheinlich allerletzten...) CS-70 ersetzt hab.
Hier kann ich ebenfalls bestätigen, dass dieser durch Anhebung der Mitten (Schalterstellung: "Mitten prägnant") sehr gut an die NuLine 100 angepasst werden kann.
Gibt es dazu vielleicht ein offizielle Statement seitens der NSF? Kann es sein, dass die großen Rears und Centers primär als Unterstützung für die Front-Dickschiffe gedacht waren und die besagte Schalterstellung zielgerichtet für die Kombination mit den 100ern/10ern entwickelt wurde?
Viele Grüße,
Christian _________________ Panasonic TH-46PZ85E | Marantz SR8002 | Pioneer DV-565 A | NuLine 100 | CS-70 | DS-50 | AW 550 |
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Soundfan Gast
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geschrieben am: 18. März 2008, 16:36  |
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Ich kann nicht identische Lautsprecher nehmen. 4x Nubox 681.
Aber so kann ich es machen Vorne Nubox 681 2x Center CS441, als Rear die DS301 2x.
Ich habe schon probgehört bei Nubert das Nubox Set 681. Auch alles zusammen Nubox 681 2x Center CS441, als Rear die DS301 2x.
Und der Sub AW441 hat mitgespielt, aber den habe ich schon. Ich finde das der kleine Sub AW411 sehr überzeugend mit den rest Nubox 681 2x Center CS441, als Rear die DS301 2x, klingen und harmoniert.
Ich bin von dem Klangbild, schlicht und ergreifend begeistert, auch was hinten von klang rauskommt aus den kleinen Rear DS301 ist wirklich wahnsinn. Der Klang ist absolut homogen, aus einen guss so wie es sein soll. Der klang von den Nubert Set 681, ist viel besser als meine Heco Bose daheim. (Heco Cantaro 3 mit 170 / 130 Watt. Bose Center Rear haben 80Watt)
Bald werden die Heco Stand laustprecher gegen die Nubert Nubox 681 getautscht, dann werde ich die Nubox 681 auch haben.
Den rest Center CS 411, und Rear beide DS301 kommen beim nächsten einkauf.
Ich hoffe das bei mir der klang nicht zu sehr anders ist mit Nubox 681 Set. Bei mir stehen die Nubox 681 enger als beim höraum bei Nubert. Mann hat mir gesagt das es kein problem ist.
Ich bin auch sehr überzeugt von der Nubox Serie, das 681 Set klingt so wahnsinnig gut, das ich mir fast keinen noch besseren klang vorstellen kann der Nuwave Nuline Serie. Man hat mir auch gesagt das nur minimale unterschiede gibt. Als ich bei Nubert war habe ich nur das ganze Nubox 681 Set gehört. Mit DTS, und normaler CD. Ich habe im Surround und in Stereo gehört, beides ist absolut sehr sehr gut nur wahnsinn, was das klanglich ab geht. |
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Kaufberatung Lautsprecher für 16qm Raum |
Fischer-A |
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17. Januar 2010, 16:44 |
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Große Lautsprecher in kleinem Raum |
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10. Januar 2010, 20:01 |
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Umgestaltung einer TV-Nische, neue Nubert lautsprecher |
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10. Januar 2010, 11:35 |
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Lautsprecher upgraden oder doch so lassen. Bin etwas ratlos. |
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06. Januar 2010, 19:57 |
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Kaufberatung lautsprecher und av receiver |
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02. Januar 2010, 21:07 |
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