RX-V6A -> Road to RX-A6A

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Weyoun
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Weyoun »

Habe über Ostern den A6A jetzt mal zwei Wochen getestet und bin im Großen und Ganzen zufrieden. Was mich im Vergleich zum fast 11 Jahre alten 3067 stört:
* Fernbedienung leider ziemlich minimalistisch (zum Wechseln der Quellen muss man die "Auf-" oder "Ab-" Taste drücken. Die alte Fernbedienung, die zudem noch ein Display hatte, besaß für jede Quelle eine eigene Taste, sodass man sofort die Wunschquelle einschalten konnte. Was dagegen gut ist: Sobald man sie bewegt, wird sie beleuchtet (also ein Beschleunigungssensor wie im Fritz-Phone verbaut).
* Das Display des AVR ist selbst in der am meisten abgedunkelten Stufe recht hell und zudem nicht gleichmäßig ausgeleuchtet. Am besten, man schaltet abends es ganz aus.
* Es wird leider nicht angezeigt, wie viele Lautsprecher im Straight-Modus gerade bedient werden. Ist es Stereo oder 5.0? Früher standen alle Informationen im Display.
* eARC ist pures Lotto: Nach dem Firmware-Update meines neuen Panasonic OLED-TV konnte ich dem Yamaha plötzlich keinen Ton mehr entlocken (auch nach einem Werks-Reset des TV nicht). Erst ein Werks-Reset des AVR hat dann dazu geführt, dass über eARC wieder etwas zu hören war. Das Firmware-Update des AVR selber einige Tage vorher hat zum Glück keine solchen Effekte zutage gefördert.

Was mir auch noch aufgefallen ist: Der A6A scheint bei gleicher Lautstärke (-30dB) am Pre-Out deutlich leisere Signale auszugeben als der 3067 von vor 11 Jahren. Man merkt es sofort beim manuellen Einpegeln, dass man links und rechts rund 10 dB zugeben muss um beim Pegel-Rauschtest die selbe Lautstärke zu erreichen wie beim Center und den Rears (alle LS gehören zur nuLine-Serie, deren Modelle auf 2 enden. Die Front-LS hängen an einer NAD-Endstufe und die ist bzgl. Gain-Einstellung noch auf die Signale des alten AVR eingestellt. Ich werde den Gain demnächst mal pegelmäßig angleichen, damit die Diskrepanz beim Einpegeln nicht mehr 10 dB beträgt.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

Es gibt ein neues A6A-Update, welches ich heute über Music Cast eingespielt habe.

Der EQ-Bug im Web Setup-Menü wurde behoben, d.h. man kann jetzt bequem am PC oder Tablet den manuellen EQ vollständig einstellen. Vorher wurden manche EQ-Bänder nicht im Web Setup-Menü dargestellt.
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Weyoun
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Weyoun »

Schon wieder ein Update?

Habe meines vor 1 1/2 Wochen eingespielt und gestern hat mir MusicCast kein neues Update gezeigt. Vermutlich kommt das Update in mehreren Wellen, um die Updateserver nicht zu überlasten.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Infinity2012 »

CJoe78 hat geschrieben: Do 26. Mai 2022, 20:25 Der EQ-Bug im Web Setup-Menü wurde behoben, d.h. man kann jetzt bequem am PC oder Tablet den manuellen EQ vollständig einstellen. Vorher wurden manche EQ-Bänder nicht im Web Setup-Menü dargestellt.
Kann man eigentlich die Einmessung verwenden und dann noch zusätzlich den EQ zur Modenbekämpfung beim Subwoofer verwenden?
So könnte man sich ggf. ein MiniDSP sparen.
Danke.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

@ Infinity2012: Du kannst nach der Yamaha-Einmessung die gemessenen EQ Kurven in den manuellen EQ kopieren und dann deinem Wunsch entsprechend anpassen.

Das ist auch ein wichtiger Grund, weshalb ich ihn mir gekauft habe.
Allerdings hast du für den manuellen EQ-Eingriff der Subwoofer (man kann 2 anschließen) je 4 Bänder und für normale Boxen jeweils 7 Bänder zur Verfügung.
Normalerweise sollte das ausreichen, wenn du die Bänder für die wichtigsten Eingriffe, d.h. das gezielte Absenken von störenden Moden sowie die Klanganpassung über breitbandiges Anheben oder Absenken einsetzt.

Ich habe nach dem Einmessen einen Sinus Sweep durchlaufen lassen und die störenden Moden aus der Einmessung noch gezielter und schmalbandiger abgesenkt, da mein Zimmer bei etwa 70 HZ und 30 HZ dröhnte.

Das Dröhnen konnte ich so gut in den Griff kriegen.

Der Yamaha hat zwei unterschiedliche Lautsprecher-Presets für das gesamte Lautsprecher-Setup, wo jeweils ein manueller EQ enthalten ist. So habe ich z.B. für Filme und für Musik zwei separate EQ-Presets.

Diese kann man dann in Szene-Presets speichern und per Knopfdruck auf der Fernbedienung abrufen.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Zweck0r »

Infinity2012 hat geschrieben: Fr 27. Mai 2022, 14:29Kann man eigentlich die Einmessung verwenden und dann noch zusätzlich den EQ zur Modenbekämpfung beim Subwoofer verwenden?
Wobei die sinnlose Dritteloktavstufung den Nutzen einschränken kann. Wenn die Moden unglücklich zwischen zwei Stufen liegen, hat man Pech gehabt. Die Mittenfrequenzstufen der alten Modelle sind hier gelistet:

https://www.areadvd.de/hardware/2011/ya ... 3067.shtml

Immerhin kann der PEQ praxisgerecht bis auf -20 dB absenken, das reicht auch für sehr üble Moden, und sehr bassempfindliche Ohren.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Indianer »

Zweck0r hat geschrieben: Fr 27. Mai 2022, 18:48 Wobei die sinnlose Dritteloktavstufung den Nutzen einschränken kann.
die Neuen (jedenfalls die Großen) haben 1/12-Oktav-PEQs, das sollte jetzt scharf genug sein ... :wink:
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Zweck0r »

Dann bekommt man ja wenigstens etwas Fortschritt für den doppelten Preis :wink:

...obwohl... eigentlich ist es nur weniger Zensur. Einen fein gestuften PEQ gabs bei Behringer schon vor 20 Jahren :mrgreen:

Zum Glück passt der alte Yamaha-PEQ halbwegs zu meiner Raummode (33 Hz). Nur die Loudnessfunktion wäre natürlich nett, allerdings nicht nett genug, um dafür >1000€ springen zu lassen.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

Bild

Hier sind mal die einstellbaren Frequenzen des A6A per Screenshot aus dem Web-Setup dargestellt. Raummoden triffst du zwar nicht 100%tig exakt, aber kannst diese näherungsweise angehen.

Das reicht, da du ja dann noch die Flankensteilheit anpassen passt. Jedoch gibt es auch hier feste Werte, wie im folgenden Bild dargestellt:

Bild

Eine gute Frage ist, warum Yamaha das so handhabt. Eine vollparametrischen EQ mit völlig frei justierbarem EQ einzusetzen ist in diversen Audioprogrammen seit Jahrzehnten Normalität.

Da dieser EQ aber in der Hardware verbaut ist und es sich nicht um einen externen Software-EQ wie Audyssey handelt, wird es sich um eine Weiterentwicklung der altbekannten Yamaha-Technik handeln. Das hat gewisse Vorteile, da man sich weniger mit Softwarebugs rumschlagen muss.

Eine noch feinere Einteilung zwischen 50 und 100 HZ wär besser. Moden unter 80 HZ kriege ich damit aber ganz gut in den Griff.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

Was ich noch ergänzen möchte: Ein Nachteil des A6A ist, dass die EQ-Bänder der Subwoofer auf 4 begrenzt sind, während es für die restlichen Lautsprecher jeweils 7 Bänder sind.

DSP´s gibt es auch mit 10 Bändern und somit hast du damit weitaus mehr Möglichkeiten in problematischen Räumen.

Die 4 Bänder kommen bei mir im Filmbetrieb vollständig zum Einsatz, da ich Dröhnen bei 30 HZ (1 Band reicht) und im Bereich von 67-75 HZ (über 3 Bänder) habe und ein Band alleine diesen breiten Bereich nicht optimal abdeckt.

Alternativ müsste ich ein Band sehr extrem absenken, was ich vermeiden möchte, um den homogenen Grundtonlevel aller Frequenzen zu behalten.

Man kann mit Experimentierfreude auch mit nur 4 Bändern viel rausholen. Aber es ist fraglich, ob 4 Bänder in jeder Raumsituation für ein gutes Ergebnis ausreichend sind.

Bei mir steht der Subwoofer an der besten Raumposition, was bei vielen anderen sicher nicht so gut zu realisieren ist. Hier habe ich wirklich Glück gehabt, dass ich mit diesem internen EQ auskomme und keinen externen DSP oder EQ mehr benötige. Mit jedem anderen Gerät wär das nicht so.

Für ein modernes Receiver-Flagschiff sollte der interne EQ schon noch etwas mehr draufhaben.

Das Problem ist IMHO, dass die Konkurrenz seit Jahrzehnten überhaupt keine hardwareinternen EQ´s bietet, mit denen man etwas anfangen kann.
Somit gibt es in diesem Bereich seit Ewigkeiten keinen wirklichen Fortschritt zu vermelden, wobei Denon/Marantz zumindest mit der neuen EQ-Software einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat.

Yamahas Lösung ist also im Vergleich zur mangehaften Konkurrenz toll, aber trotzdem bestenfalls ausreichend.
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