RX-V6A -> Road to RX-A6A

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CJoe78
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

@ Indianer:
Das stimmt, da gebe ich dir durchaus Recht.

Was ich daher auch ergänzen sollte:
Für große Hörabstände ist mein Setup sicher nicht das Richtige. Für kleine Räume (14-20 qm) aber durchaus passend.

Ich habe in einem Raumbereich von ca. 3 x 5 Metern ein 5.1.4-System. Und das ist halt alles sehr kompakt, da muss man per EQ ran.
Man muss immer die Raumsituation betrachten. Dynamische Filmtonspuren gucke ich deutlich lauter als ich Musik höre. Und durch meine leider nicht zu ändernde Platzierung auf kleinem Raum verlaufen sich die Höhen nicht, sondern strahlen sehr gerichtet ab, was insbesondere im Surroundbetrieb dann diese Absenkungen zwingend erforderlich macht.

Ich habe übrigens die Front-LS an den Hörplätzen geradeaus vorbei positioniert (eine möglichst breite Stereobühne bei den kleinen Raumabmessungen gab den Ausschlag dafür), meine Empfehlung der direkten Ausrichtung ist/war eher auf eine breitere Raumsituation bezogen).

Bei manchen LS geht das mit dem Vorbeistrahlen halt nicht (Platzmangel) oder ist nicht sinnvoll aufgrund der dann zu starken Reflexionen.

Die WS-14 wie auch die anderen Boxen haben in den Höhen am Sitzplatz viel Energie und sind auch eher für größere Hörabstände gedacht.

Phasenlinearität betrachte ich nicht als Problem, zumal der RX-A6A da (im Betrieb ohne Extra Bass) vorbildlich gut ist. So etwas kann man zwar mit sehr guten Ohren hören, in der Praxis sehe ich es aber für das Wohnzimmer als weniger wichtig an (man kann halt nicht alles haben und solche Feinheiten gehen in der Raumakustik unter).

Der Klang ist wirklich gut, aber eben auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Das gilt es natürlich in jedem Raum passend umzusetzen.

Klar kann man auch den Through-Modus ganz ohne EQ wegen der Phasentreue YPAO vorziehen, aber das klingt hier nicht besser als YPAO Low Frequency und ist bei mir nur im leisen Stereomodus machbar, ohne dass mir die Ohren wegfliegen.
Heimkino: 2x Nuline WS 14, 1x Nuline CS 64, 6 x Nubox WS 103, Sub 1x XW700
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Querty
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Querty »

Nochmals danke für die detailreichen Tipps. Mein Setting klingt mittlerweile recht vernünftig und die möglichen Varianten durch die „Szenen“ Einstellungen helfen sehr. Ich versuche mich dann an weiteren Optimierungen wenn ich die Nuvero habe. Beste Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit. Q.
CJoe78
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

@ Querty: An den Szene-Einstellungen fummel ich auch heute noch ständig rum, da ich mich nur schwer zwischen verschiedenen Optionen entscheiden kann.
Ich möchte alle Lieblingsfunktionen auf die 8 Tasten quetschen, ohne dass ich das Handy mit Music Cast benötige, was sich als etwas kompliziert erweist.
So kannst du z.B. die Programm-Tasten mit der Dialog Level Funktion belegen (geht im TV-Menü oder im Web-Setup, ist etwas versteckt unter System/Fernbedienungstaste/Programtaste/Zuordnung 6), hast dafür aber nicht mehr die Möglichkeit, die DSP-Programme zu wechseln.

Gerade mit der Auromatic ist diese Funktion aber viel essentieller als das Wechseln der DSP-Programme, da man oft den Dialog auf +1 erhöhen muss, damit die Sprache laut genug ist.
Je nachdem, wie dynamisch die Tonspur ist, ist das mit Auro-3D bei jedem dritten Film der Fall.

Bei den DSP-Programmen habe ich mich daher beschränkt und nutze mittlerweile nur noch Scifi mit dem niedrigsten DSP-Level -6, ohne Adaptive DSP (kann man unter Sound ausschalten), All Channel Stereo (kannst du unter DSP individuell anpassen) oder Straight (Ursprungssignal wird unbearbeitet ausgegeben).

Und natürlich die Auromatic für Film.
Diese DSP-Programme funktionieren für das Hören oder Upmixen von Musik und von Film (mit möglichst wenig DSP-Effekthall) so gut, dass ich die anderen DSP´s nicht benötige.
Die Surround AI hat man eh per Tastendruck und diese macht das Upmixen genauso gut, als wenn man irgendein anderes DSP-Programm (mit Effekthall) verwenden würde.

Deine Lieblings-DSP´s kann man sich natürlich für den direkten Wechsel als eigenes Preset mit auf die Scenetasten packen,
hat dafür aber weniger freie Presets für andere Funktionen zur Verfügung.
Das macht es umso wichtiger, sich genauestens zu überlegen, was man für Optionen im Preset unbedingt benötigt.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

Mittlerweile hab ich mir wieder ein Scene-Preset nur für Dialog Level +1 erstellt. Normalerweise reicht das in den Filmen, die ich bislang gesehen habe zu 95% aus.
Für mehr Dialoglevel in den restlichen 5% der Fälle müsste ich dann eben noch ins Yamaha-Menü gehen.

Schade ist nur, dass man damit auch immer gleichzeitig den Recall für den Subwooferpegel aktiviert. Subwoofer Trim gehört IMHO eher in die Sound-Kategorie, siehe Bild.

Bild

Aber wer den Subwoofer-Pegel unter Speaker-Settings und den Bass per manuellem EQ möglichst gut (nicht zu dünn oder zu fett, Raummoden ausreichend abgesenkt aber noch genug Druck belassen) für seine Hörposition eingestellt hat, wird in Filmen auch kein Bassfundament vermissen.

Dafür konnte ich die DSP´s wieder auf die Programmtasten unter System / PROGRAM Key / Assign 2 packen (Programmtaste hoch=Film-DSP´s, Programmtaste runter=Musik-DSP´s).

Da man unter DSP-Skip auch die DSP´s auswählen kann, welche überhaupt mit den Programmtasten durchgewechselt werden, ist das die komfortabelste Lösung und es bleiben mehr Scene-Plätze frei.
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Klappi »

CJoe78 hat geschrieben: Sa 19. Nov 2022, 19:50 Ich habe in einem Raumbereich von ca. 3 x 5 Metern ein 5.1.4-System. Und das ist halt alles sehr kompakt, da muss man per EQ ran.
Man muss immer die Raumsituation betrachten. Dynamische Filmtonspuren gucke ich deutlich lauter als ich Musik höre. Und durch meine leider nicht zu ändernde Platzierung auf kleinem Raum verlaufen sich die Höhen nicht, sondern strahlen sehr gerichtet ab, was insbesondere im Surroundbetrieb dann diese Absenkungen zwingend erforderlich macht.
Dieses "Problem" mit den Höhen insb. bei gehobener Lautstärke kenne ich, meine (älteren) Nuline 100 sind davon vermutlich noch stärker betroffen. Es gab damals viele Threads in diesem Forum dazu - einige Besitzer hat es massiv gestört, andere gar nicht. Wie auch immer, ich habe mich erst beim Bau meines Heimkinos ernsthaft damit auseinander gesetzt und kann folgende Empfehlungen geben:
- falls die Lautsprecher noch den asymmetrischen Hochtöner haben, einfach mal die L/R-Boxen vertauschen und die Hochtöner nach außen schielen lassen. Damit werden die Höhen und Mitten schon deutlich sanfter, gleichzeitig erreicht man mehr Räumlichkeit. Ich habe bei mir bewusst damit gespielt und die veränderte Abstrahlung "nach außen" ausgenutzt und Absorber teilweise durch Diffusoren ersetzt.
- Die Höhen lasse ich ähnlich wie im YPAO-Preset "Natural" sanft abfallen
- Das mit den Höhen ist aber nur die halbe Miete. Ich habe irgendwo den Tipp bekommen, mal im Bereich des Cross-Overs zum Hochtöner einen kleinen Dip einzubauen mittels PEQ (Audyssey nennt das den BBC-Dip). Die Nubert-Hotline konnte oder wollte mir die genaue Trennfrequenz nicht nennen, meinte aber, ich solle mal zwischen 2 und 3 KHz "suchen". Und Bingo! Vorgehen hierfür: einen Filter erstellen mit Q=2.52 und Gain=-3db und den während der laufenden Musik bei hoher Lautstärke einfach mal durch das Frequenzband wandern lassen, angefangen bei 2.000Hz. Irgendwo zwischen 2.400 und 2.700Hz werden Ihr fündig werden. Dann noch den Gain feinjustieren. Damit sind bei mir nun wirklich hohe Abhörpegel möglich (Filme schaue ich je nach Dynamikumfang -10 bis -3db unter Referenzpegel) und es klingt super!
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CJoe78
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von CJoe78 »

@ Klappi: Danke für die Tipps. Tatsächlich habe ich das meiste davon umgesetzt. Meine Front WS-14 schielen nach außen und direkt daneben sind 10 cm Basotect-Absorber angebracht, damit der Hochton trotz Wandnähe möglichst sauber klingt (das ist mir wichtig).
Der Hochtonabfall (siehe EQ) ist trotzdem notwendig.
Wobei das im Stereobetrieb mit leiserem Pegel und kräftigerem Bass durchaus funktioniert, da kann ich ohne EQ hören.

Den BBC-Dip probiere ich aus, denke aber nicht, dass es damit deutlich besser wird. Die Mitten bei 2500 HZ (Im Grunde ist das tonal der Bereich der männlichen Stimme) sind weniger mein Problem. Wo es hingegen in meinen Räumlichkeiten stört, ist der Bereich zwischen 6 und 16 kHZ.

Der Dip könnte aber dem Center helfen, da dieser in den Mitten zumindest mit erhöhtem Dialoglevel +1 gefühlt noch eine Spur zu dick aufträgt.
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Querty
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Re: RX-V6A -> Road to RX-A6A

Beitrag von Querty »

Ich will noch kurz ergänzen: Bei mir hängen jetzt vorn nuvero 110 und zentral eine nuvero 70 dran (hinten Mission 760i, oben vorn Sonance P63, Bass macht KEF62). Nach Einmessen und sehr dezenter individueller Modifikation ist es nun eine neue Hörerfahrung (wenngleich ich vorher mit den Teufel durchaus zufrieden war). Der A6A befeuert die Lautsprecher wie es sein soll und mit meiner jetzigen Konfiguration wird das Wohnzimmer zum anderen Erlebnis. Hätte nicht gedacht welches Potential bei mir noch bestand. Für die sehr guten Hinweise und Tipps bedanke ich mich sehr. Ich bin angekommen…

Akustische Empfehlungen (rein subjektiv, klingt z.B. in Auro 3D bei mir hervorragend):
Bon Iver - Re:Stacks (Stimme)
Madrugada - honey bee (Akustik, Bass, Bühne)
Love is colder than death - questro mostrardi (Bühne)
Johnny Cash and Willy Nelson - live: riders in the sky (Stimmen und Gitarren)
J. M. Jarre - Eqinoxe p.4 (Konfigurationstest und LS allgemein)

Herzliche Grüße, Q.
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