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Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Grundlegende Fragen und Antworten zu Lautsprechern

Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon Tricksy » Mi 30. Jan 2019, 19:37

Hallo Gemeinde,

ich war letzte Woche in SG. Nach unseren Tests im Line Studio und dem Gang zur Kasse hat es uns dann halt doch noch ins Vero Studio gezogen. Dort war dann gerade ein Lied am laufen: Interpret: Future "I am so groovy". Dieses Lied haben wir gefühlte 10 mal laufen lassen. Irre!!!! Dazu mehr.

Dieser Song hat immer mal wieder kurze Basselemente die den Raum haben beben / schweben / vibrieren lassen. Gehört haben wir auf Vero 170 und 140. Beide beeindruckend. Bei der 110 ist die genannte kurze Basseinheit schon wesentlich schwächer. Und dann gab es noch die Pyramiden mit dem Song. Ist schon witzig wie die 140er Membranen ausschlagen und die Pyramiden bei gleicher Lautstärke in der Membran nur müde mit der Wimper zuckt. Echt cool.

Zu Hause habe ich dann den Song über meinen AW 600 laufen lassen. Die tiefen Sequenzen sind aber nur ganz leise zu erahnen. Aber auch nur wenn man weis wo sie einsetzen. Er kann es also nicht so darstellen wie die 140er, 170er und Pyramiden.

Wenn ich mir jetzt die Daten genau anschaue dann kommt die 170er bis 23 Hz und die 140er und Pyramiden bis 25 Hz runter. Die 110er kommen bis 32 Hz und mein AW600 bis 28 Hz.Meine 28 Hz sind doch aber ganz nah an den 25Hz der 140er und Pyramiden die diesen Bass wirklich beeindruckend darstellen konnten. Meine Frage dazu ist nun ob diese 3 Hz Unterschied von den 25Hz der beiden Lautsprecher zu meinen 28Hz des AW600 so krass unterschiedlich sind. Weil so geil bekomme ich den Bass nicht annähernd wiedergegeben. Ist in dieser tiefen Region 1Hz schon eine mächtige Unterscheidung oder was genau kann denn hier der technische Hintergrund sein?
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon Indianer » Mi 30. Jan 2019, 22:52

die Nummer ist zur Verkaufsförderung der Topprodukte wirklich optimal gewählt :twisted:

synthetisch sehr schmalbandiger Tiefbass mit Peak um 23Hz, da fällt der Frequenzgang deines Sub schon in den Keller …
aber selbst wenn er den Tiefgang noch hätte, würdest du ohne das Vielfache an Membranfläche keinen beeindruckenden Druck dahinter spüren …

wenn auch die 110er noch deutlich besser ausgesehen haben, nehme ich an, dass ein nuControl mit im Spiel war :wink:
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Indianer

Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon n.u.b.e.r.t » Mi 30. Jan 2019, 23:14

Room Gain, eventuell Senken in deinem Frequenzgang, andere Aufnahme, eventuell andere Einstellungen an der Vorverstärkereinheit. usw...
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon normalo » Mi 30. Jan 2019, 23:36

Hör mir den Song gerade auf meinen nuvero 14 an. Hab meinen Yamaha AVR, an dem eine 2 x 300 Watt Class D Endstufe hängt, gerade mal auf -50 db laufen (Damit ich keinen Ärger mit meinen Wohnungsnachbarn bekomme). Da stellt es mir die Basspassagen mit einem ordentlichen Druck in den Raum (Bassschalter steht bei mir mittlerweile auf Neutral). Der Song ist zwar nicht meine Musik, aber der Bass macht schon Laune :mrgreen: (mit den nuvero 14 vor allem).

Ich denke, dass liegt an der Membranfläche, die da im Tiefbass von den 2 nuvero bewegt werden. Es kommt auch sicherlich darauf an, wie Dein AW600 abgestimmt ist. Evtl. ist er ein wenig zu leise?

Fazit: die großen nuvero sind einfach Sahnestückchen von denen ich einfach jeden Tag aufs neue begeistert bin :lol:
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon Weyoun » Do 31. Jan 2019, 08:55

Tricksy hat geschrieben:Meine Frage dazu ist nun ob diese 3 Hz Unterschied von den 25Hz der beiden Lautsprecher zu meinen 28Hz des AW600 so krass unterschiedlich sind. Weil so geil bekomme ich den Bass nicht annähernd wiedergegeben. Ist in dieser tiefen Region 1Hz schon eine mächtige Unterscheidung oder was genau kann denn hier der technische Hintergrund sein?

Der Unterschied des Hörraumes (Nubert-Hörstudio versus dein Hörraum) ist signifikant größer als die läppischen 3 Hz Datenblattangabe. Du hast die Raum-Moden in anderen Frequenzbereichen und ggf. eine böse Senke, die den Bass in einem gewissen Frequenzband am Hörplatz durch Auslöschung nahezu verschwinden lässt.

Und selbst im gleichen Hörraum wird der Bass EINES AW-600 komplett anders im Raum verteilt als der ZWEIER Vero 140 oder 170! Der Sub hat ein Chassis, die Vero 140 in Summe 8 und die Vero 170 in Summe gleich gigantische 10 (wenn man die vier Tiefmitteltöner dazuzählt). Da wird der Raum sowohl horizontal als auch vertikal komplett anders angeregt.
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon Tricksy » Do 31. Jan 2019, 09:05

OK, das war mir so nicht klar, dass die Membranflächen einen so wesentlichen Einfluss darauf haben.

Aber auch wenn ich den Woofer lauter drehe oder seinen Platz ändere.....es ist nur im Ansatz zu spüren und erahnen was dieser Song für Elemente bietet. Gut, dass ich nun weis wie es klingen kann...ääähh, nee nicht gut. Das weckt immer den Mann im Ohr :mrgreen: .
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon n.u.b.e.r.t » Do 31. Jan 2019, 10:24

Das mit der Membranfläche halte ich für ziemlichen Käse,
entweder ein Lautsprecher gibt diese Frequenz wieder, oder nicht.

Membranfläche sagt dann eventuell etwas über die Intensität des Frequenzbereichs aus, aber wenn du schreibst das du die Frequenzen nur erahnen kannst,
dann liegt das an etwas Anderem (schon angesprochen, aber die Antwort gefällt wahrscheinlich nicht)

Zudem ist es so, das dein Sub auch noch 20Hz wiedergeben kann, nur eben nochmal leiser...da gibt es nämlich keinen harten Cut wie manche vllt. vermuten wenn sie die Frequenzangaben lesen.

Wenn die Membranfläche derarten Einfluss hätte, würde man mit einem Kopfhörer gar keinen Bass bekommen :wink:
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon Tricksy » Do 31. Jan 2019, 10:48

Das die Antwort nicht gefällt, ändert ja nichts am Sachverhalt. Mich hat hier mehr der technische Hintergrund interessiert. Das Warum. Ich möchte so etwas immer gern verstehen. Und am besten so gut, dass ich es dann auch selbst jemanden erklären könnte.
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon OL-DIE » Do 31. Jan 2019, 11:27

Hallo,

im Prinzip haben einige meiner Vorredner die wichtigen Dinge schon gesagt. Durch gleichmäßige Abstrahlung des Tiefbasses an mehreren Punkten in der Front und idealerweise auch in der Höhe erreicht man schon viel der von dir gewünschten Basswirkung. Die nuVero 14, 140 und 170 sind was die Höhe der Bassverteilung angeht entsprechend konstruiert. Durch zusätzliche Subwoofer, welche beispielsweise zwischen zwei großen Standboxen aufgestellt werden, kann man die Bassverteilung im Raum noch weiter verbessern.

Allerdings ist diese Vorgehensweise nicht trivial, denn die zusätzlichen Subwoofer dürfen keinesfalls herausgehört werden. Es muss immer „wie aus einem Guss“ klingen. Einmessen wird ab da, selbst in einer Stereokonfiguration, meiner Meinung nach „Pflicht“. Außerdem ist eine nuVero 14/ 140 meiner Erfahrung nach nur mit Subwoofern ab AW-1000/ AW-1100 sinnvoll unterstützbar.

Weiter treiben kann man das Ganze noch, wenn man auf der Rückseite des Raumes über Delay und Invertierung den Bass, welcher genau einmal durch den Raum „gewandert“ ist, wieder absaugt. Auch dazu braucht man wieder Elektronik und Subwoofer und die entsprechende Aufstellungsmöglichkeit.

Durch die Bereitstellung zusätzlicher Subwoofer erhält man natürlich die für den Tiefbassbereich notwendige Membranfläche und auch den erforderlichen Membranhub.

Man kann zwar auch mit kleinen Membranflächen im entsprechenden Gehäuse 20 Hz abstrahlen, aber leider nur sehr leise. Und das ist im Höraum halt leider kaum beeindruckend.

Außerdem ist es beachtenswert, dass bei großen erforderlichen Membranhüben der lineare Arbeitsbereich der Tieftonchassis häufig verlassen wird und die Chassis zwar nicht anschlagen, aber klanglich komprimieren. Die Membransicken bremsen in diesen Fällen den Hub der Membran einfach ab, egal wieviel Power man den Chassis zuführt. Diesen Effekt kann man nur durch Membranfläche umgehen!

Ich selbst bin ein Tieftonspinner und habe bei mir zu Hause den oben beschriebenen Aufwand in Etappen über Jahre verwirklicht.

Wirklich brauchen tut das natürlich kein Mensch. Aber es ist schon beeindruckend, wenn man den Tiefbass förmlich abzählen kann und auch körperlich bis in die letzte Haarwurzel spürt ohne dabei taub zu werden. Meine Tochter meinte mal, die Anlage hätte einen großen „Klangkörper“. Ich glaube, so kann man die Wirkung recht gut beschreiben. Dieser Klangkörper ist übrigens auch bei relativ geringen Lautstärken erlebbar. Und das ist schon toll!

Wichtig ist auch, alle störenden Raummoden zu erfassen und per schmalbandigem Equalizer abzusenken. Sonst wird’s akustisch gruselig, der Bassbereich unsauber und mulmig. So etwas wirkt dann bis in den Mitteltonbereich und ist dann eine echte Verschlimmbesserung.

Wer sie stellen kann, ist natürlich mit einem Paar nuVero 170 oder der Pyramide auch tiefbassmäßig bestens bedient. Wobei letztere aufgrund des relativ geringen Wirkungsgrades von einen sehr leistungsfähigen Verstärker angesteuert werden sollte.

Beste Grüße
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Re: Sind wenige Hz hör- und spürbar?

Beitragvon Weyoun » Do 31. Jan 2019, 11:36

Tricksy hat geschrieben:OK, das war mir so nicht klar, dass die Membranflächen einen so wesentlichen Einfluss darauf haben.

Nicht (nur) die Membranfläche, sondern die Membrananzahl!!! Der Raum wird aufgrund von vertikal und horizontal unterschiedlich angeordneten Positionen durch multiple Chassis viel gleichmäßiger angereget als durch eine große Einzelmembran eines Subwoofers.
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