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CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Diskussionen über Medienserver, Speichermedien, Streaming, Datenformate

CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon JensII » Mo 11. Feb 2019, 20:29

Wie sind eure Erfahrungen mit der Qualität streaming vs CD - Ich muss leider grade feststellen, dass die Qualität meiner Streams (lokal) nicht an CDs ran reicht 8O
Vorgeschichte:
Ich habe am WE Musik genossen und auch die Nubert-CD hören wollen. Mangels CD-Player habe ich die ungenutzte PS3 nutzen wollen, die zickt aber mitlerweile immer mehr.
Deswegen habe ich eine alten CD-Player ausgegraben.

Zuvor habe ich seit langem nur gestreamt (DLNA / UPNP-Sztreaming von 320kb MP3s, gerippt oder entsprechend legale downloads). Diese Dateien liegen auf einem NAS mit TwonkyMedia.
Gestreamt wird dann im Wohnzimmer zu einem Chromecast Audio.

Nach dem ich von der Nubert-CD fasziniert war (Inhalt nicht meins, die Qualität ist aber grandios!) legte ich ein paar aktuelle CDs ein, welche ich nur kaufte weil die CD mit Download bei Amazon günstiger als der reine Download war.
Ergebniss: Die CD klingt besser!
Zuerst ist mir das bei Alice Merton mit dem Album Mint aufgefallen. Die Stimmen sind gelöster von den LS, klänge und Nuancen sind stärker getrennt 8O
Auch ein paar Tests mit vielen nicht ausgepackten (da ja gestreamten) CDs bringt grade ähnliche Ergebnisse.
Ich dachte, ein bisschen liegt es an evtl. Pegelunterschieden, aber hier merke ich jetzt auch direkt: Beim Chromecast kann ich ganz doll aufdrehen oder ganz leise hören, diese Klarheit und Sauberkeit der CD fehlt.
Als CD-Player dient ein Ü20-Modell von Yamaha, der Chromecast ist per optischem Ausgang angeschlossen.


Wie sind denn eure Erfahrungen?!
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JensII

Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon Dr. Bop » Mo 11. Feb 2019, 20:39

Ich habe meine gesamten CDs inzwischen ins Flac-Format gerippt und streame die per Teufel Connector² an meine Anlagen.

Einen klanglichen Unterschied zu den Original-CDs kann ich nicht feststellen.
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# Connector² | CD-S2000 | ATM-35 | A-S2000 | nuRock 35
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Dr. Bop

Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon hifiwilli » Mo 11. Feb 2019, 21:20

Streamen heißt ja nicht automatisch bessere Qualität
Wenn du von MP3 streamst kommt auch nur MP3 raus
also schlechter als CD.Wenn du deine CDs rippst ,auch im
Flac-Format hast du eben CD Qualität.Nur wenn du Natives
Material((High Res) streamst ist die Qualität besser als CD.Wenn
die Ohren noch gut sind 8O
Diesen Dienst muß man aber,so glaube ich extra bezahlen :sweat:
hifiwilli

Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon JensII » Mo 11. Feb 2019, 21:27

Ich teste grade "wie wild" ;-)
Habe als Quelle meinen TV angestreamt - (hängt auchoptisch am TV wie der Chromcast). Klag ist IMHO identisch.
Google sagte mir, dass der Chromecast einen guten DAC haben soll -> Adapterkabel Klinke-Chinch an den Chromcast zum Amp angeschlossen.
CD und MP3 kann ich wie zuvor direkt umschalten, nur wird der Chromcast jetzt analog in den AVR gespeist. Ergebniss: Quasi das Klangniveau der CD.

Was ist also jetzt der Unterschied: Die Quell-MP3s schließe ich fast aus - Aber der Dgital-Analog-Wandlder wurde "getauscht".
Kann das der Unterschied sein?
Mein Onkyo 805 ist Baujahr 2008, der Chromecast anno ~2015 bedeutend jünger und soll einen guten DAC haben.
Kann es das sein? Ein Tausch zum optischen Anschluss ist nicht ganz so fix, aber bestätigt zumindest etwas über die ohren gemessen, dass die besser klingt!

Kann das sein?

EDIT: ein paar mal weiter den Chromecast Audio Analog auf optisch gewechselt. Analog klingt besser, klarer, sauberer, bessere positionierung der Stimmen 8O
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Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon RAXMusic » Mo 11. Feb 2019, 21:53

Ergebnisse des Tages:

  • MP3 (selbst mit 320 kBit/s) ist schlechter als CD.
  • FLAC (wohl in Qualität von 44,1 kHz/16 Bit) ist gleich gut wie CD.

Wär hätte das gedacht! 8)


Nun, mein CD-Player verstaubt auch schön langsam. Am Kauf von CDs halte ich aber vorerst (noch) fest - sofern es möglich oder nicht nachteilig ist; es wird aber immer schwerer, besonders wenn man versucht Amz zu meiden.
Meine CDs werden dann aber sofort geFLACt (direkt am und auf dem HTPC) und bleiben danach üblicherweise im Regal.
Mit meinem (vermeintlich nicht audiophilen) Kodi-HTPC hört sich das genauso gut an, wie auf meinem alten CD-Player, nur eben viel komfortabler und schöner. Ich mache aber keine Vergleichstests zwischen FLAC und CD mehr.

Ich habe auch noch etliche alte MP3- und AAC-Files, viele auch nur mit 128 kBit/s, wo mir vereinzelt schon etwas Qualität/Dynamik fehlt. Da mir hier aber entsprechendes CD-Vergleichsmaterial fehlt, kann ich hier nicht beurteilen, woran es liegt. Es könnte die Aufnahme selbst schon schwach sein, oder aber es liegt an der niedriger Samplingrate, an einem schlechtem Encoder oder an anderen Faktoren, die ich nicht weiß. Dennoch sind alle meine alten MP3/AAC-Files durchaus gut hörbar. Bei manchen alten Files wundere ich mich sogar über die gute Qualität (wobei ich hier dann nie im Detail auf Samplingrate, Encoder, etc. achte).


P.S.: Es ist bei mir/bei meinem CD-Player/AVR ein deutlicher Unterschied zu hören zwischen optischem und analogem Anschluss. Digital klingt es für mich besser; wohl wandelt der moderne AVR besser als der alte, eher günstige CD-Player. Als Vergleichsobjekt gilt für mich daher der CD-Player mit TOSLINK-Signal.
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Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon JensII » Di 12. Feb 2019, 06:15

Der Vergleich bzu Flac hinkt bei mir ;-)
Hatte ich im Vergleich nicht drin :lol:

Chromecast-Analog-Ausgang ist näher am CD Player analog angeschlossen, als Chromecast digital/SPDIF!
Ich tippe hier auch auf gute DACs (im Chromecast) gegen schlechte DACs (im AVR mit 11 Jahren!)

Es war ein sehr spannender Test und Versuchs-Abend!
Eure Meinungen lese ich gerne!
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Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon Wete » Di 12. Feb 2019, 09:20

Wenn das alles analog angeschlossen ist (oder auch analog-digital gemischt), dann sind die Pegel ja nicht 100% gleich. Da reicht 1 dB mehr, dass Du denkst, es klänge besser.
nuLine 5.0 (284 mit ATM, 174, 14) an Onkyo TX-NR818, Fernseher: Sony KDL 46-HX805
Zuspieler: Dreambox 900 UHD, Onkyo BD-SP809, Sony CDP-711, 2x Raspberry Pi, Fire TV Stick, Synology DS414
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Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon Weyoun » Di 12. Feb 2019, 10:01

Wete hat geschrieben:Wenn das alles analog angeschlossen ist (oder auch analog-digital gemischt), dann sind die Pegel ja nicht 100% gleich. Da reicht 1 dB mehr, dass Du denkst, es klänge besser.

:text-goodpost:

Desweiteren: Man kann beim Rippen ins MP3-Format auch einiges falsch machen. Anderer Codec, andere Einstellungen. Selbst bei gleicher Bitrate bekommt man da teilweise völlig unterschiedliche Ergebnisse. Ich hatte z.B. mal einen Haken an der falschen Stelle gesetzt und plötzlich war die Kanaltrennung nahezu nicht mehr existent (die Komprimierung hat sich bei beiden Kanälen immer nur auf den Linken oder Rechten Kanal als "Referenz" bezogen und plötzlich war der Stereo-Effekt, die Bühne wie weggeblasen.
Selbst die Streaming-Dienste selber encodieren unterschiedlich ins MP3-Format, so dass man sie mit viel Geduld bei einigen Liedern voneinander unterscheiden kann.
Und zum Schluss kommt dann noch das Thema "Dynamik" hinzu. Man sollte niemals den Haken bei "Normalisieren" o.ä. setzen, da sonst alle Pegel auf "Pop-Referenz" gesetzt werden und dadurch die maximale Dynamik massiv nach unten gedrückt wird.
Live long and prosper!
Chemnitz:
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Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon Wete » Di 12. Feb 2019, 10:29

Weyoun hat geschrieben:Man sollte niemals den Haken bei "Normalisieren" o.ä. setzen, da sonst alle Pegel auf "Pop-Referenz" gesetzt werden und dadurch die maximale Dynamik massiv nach unten gedrückt wird.


Kurze Korrektur des Tonfuzzis ;)
Wenn das echtes Normalisieren ist, dann heißt das nur, dass der lauteste Peak der Datei auf 0 dBFS oder einen anderen zu definierenden Wert gesetzt wird (eine lineare Verschiebung des Pegels des gesamten Stückes). Dadurch wird die Dynamik des Titels nicht beeinflusst, aber die Titel einer Zusammenstellung (CD ...) stimmen untereinander nicht mehr. Auf einer CD soll es ja normalerweise bewusst leisere und lautere Stücke geben, und wenn dann beispielsweise das laute Stück um 0,4 dB angehoben wird (weil der Peak vorher bei -0,4 dbFS lag), das leise daneben aber um 6 dB ... man kann es sich vorstellen. Zumal solche auf dBFS bezogenen Verfahren Probleme beim True Peak (dBTP - kann positiv sein!) machen können, und das wirkt sich dann wieder besonders in der verlustbehafteten Kompression (MP3 usw.) aus.

Also: Solche Haken immer weglassen. Wenn man wirklich und vorsätzlich was normalisieren möchte, bitte dafür geeignete Software (Wavelab, Audacity ...) nehmen.

Ein ganz anderes Thema wäre übrigens Normalisierung nach EBU R 128 oder allgemein nach Loudness/Lautheit.

Grüße!
Wete
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Re: CD versus Stream - Eure Erfahrungen

Beitragvon Weyoun » Di 12. Feb 2019, 10:51

Ich überlasse da gerne dem Profi die Bühne. :wink:
Wete hat geschrieben:Ein ganz anderes Thema wäre übrigens Normalisierung nach EBU R 128 oder allgemein nach Loudness/Lautheit.

Auf so etwas (zumindest in der Art und Weise) wollte ich eigentlich hinaus. Diverse Tools scannen alle Dateien eines Ordners und "Normalisieren" dann alle Pegel untereinander, damit alles "gleich laut" klingt, ähnlich der Kompression moderner Pop-Musik, was man eigentlich eher "Komression" anstelle "Normalisieren" nennen müsste.
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