BlueDanube hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 11:40
Du denkst, dass hier ein Bremsvorgang eine Kollision vermeidet?
Wenn ich langsam rückwärts fahre und von vorne nähert sich ein Fahrzeug meiner Front, ist doch Bremsen eher kontraproduktiv oder?
Du musst das aus Sicht des Autoherstellers sowie des versicherten Autofahrers sehen. Wenn das Auto vor dem Zeitpunkt der Kollision bereits steht, dann haftet im Zweifelsfall der Fahrradfahrer alleine. Es mag zwar oft als "sinnvoller" erscheinen, durch schnelles Gasgeben in die ein Richtung eine Kollision aus der anderen Richtung zu vermeiden, aber so wird eben nicht gedacht bei der Entwicklung solcher Fahrer-Assistenz-Hilfen. Zumal der Ausparkassistent ja auch auf öffentlichen sowie privaten (Supermarkt) Parkplätzen sinnvoll ist, bei dem in der Regel beide Parteien zu je 50 Prozent haften, aber eben nicht, wenn ein Auto stillsteht.
BlueDanube hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 11:40
Solche Situationen hatte ich auch schon dutzende - aber gottseidank immer ohne Notbremsung!
Es bimmelt nur und ein rotes Warndreieck leuchtet auf - damit kann ich leben.
Wirklich gebremst hat es bei mir auch ganz selten (meist wie bei dir das rote Dreieck und ein markdurchdringender Piep-Ton). Beim City-Notbrems-Assistent bin ich mir nicht ganz sicher, ob man durch manuelles Gasgeben dem Bremsen duvorkommen kann (in der Regel kann der Fahrer ja den Assistenten immer überstimmen, die Frage ist, ob das auch beim Notbrems-Assistenten der Fall ist).
BlueDanube hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 11:40
Wenn mein Auto in so einer Situation auch stehen bleibt, lasse ich die ganzen Assistenten deaktivieren.
Bin mir nicht sicher, ob ausgerechnet dieser Assistent überhaupt deaktivierbar ist.
BlueDanube hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 11:40
Ich finde schon ... in beiden Fällen werden Informationen, die dem Auto durch Sensoren bekannt sind, nicht korrekt genutzt.
Du hast eingangs gefragt "sind die einfach nur unfähig?" - das selbe habe ich mich bei meinem Auto auch schon manchmal gefragt...
Elon Musk geht gerne mal größere Risiken ein (siehe auch die spektakulären Explosion bei seiner Firma SpaceX) als die etablierte Konkurrenz, die gigantische Abteilungen aufgebaut haben, die sich mit nichts anderem als der Sicherheit beschäftigen. Von daher war
meine Frage schon gerechtfertigt. Wenn auch "unfähig" eher als "zu hohes Risiko eingehend" bedeutet.
BlueDanube hat geschrieben: So 25. Apr 2021, 11:40
Fahren die Leute aus der Safety-Abteilung auch selbst mit diesen Autos?
Aber sicher doch!

Die (zumindest deren Entscheider) haben in der Regel eine Gehaltsklasse, mit der sie ein Firmenfahrzeug bekommen können.