Bi-Wiring-Amping

Grundlegende Fragen und Antworten zu Lautsprechern
rami
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Bi-Wiring-Amping

Beitrag von rami »

Hey,

wie ist es mit diesem Modus in der Praxis wenn man zwei Verstärker hätte, also getrennte und sogar unterschiedliche Geräte darf/Muss man dann auch bei beiden separat die Lautstärke regeln? Wenn das die Vorstufe Regelt kommt es da nicht zu Clipping? Und werden die beiden Endstufen untereinder nochmal gekoppelt weil wenn man einmal am Lautstärke Regler dreht des einen ist doch die gesammte Balance zwischen Hoch und Tiefton gefährdet oder?

Und muss man dafür gleiche Endstufen verwenden? Mein Wunschdenken war immer dass ich für den Hochtonbereich eine Spezielle Endstufe nehmen kann um den Klang noch weiter an die Vorlieben an zu passen.

Hier her rührt meine Frage:
viewtopic.php?f=32&t=44128&p=1106581#p1106581

Liebe Grüße
rami
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von rami »

Okay ich konnte mir meine Frage teils selbst beanworten indem ich in die BDA meines Verstärkers guckte...

Dabei handelt es sich um einen SDAI2175 von Lyngdorf und der hat wohl für dieses Bi-Amping so einen Anschluss und zwar:
"RS232 /AUX Schnittstelle zum Computer oder weiteren TacT Geräten"

Das ist am Gerät so ein seltsamer Anschluss ähnlich wie eine Ethernet Buchse nur schmaler und am anderen Ende dieser RS232, irgendein Steinzeit Anschluss...
Und damit hat sich dieses Thema wohl erledigt denn das schein ja kein Standard zu sein oder hat jemand bei seinem Verstärker auch solch ein System? Glaube wohl nicht :?
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Weyoun
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von Weyoun »

Ich kenne "Bi-Wiring" und "Bi-Amping", aber was meinst du mit "Bi-Wiring-Amping"?
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von rami »

Sollte nur eine Abkürzung sein die für beides steht weil ich Schreibfaul war :oops:
müller
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von müller »

Hallo,

beide Möglichkeiten unterstützt dein Lyngdorf nur unvollständig.

Bi Amping ist nur mit dem 2175 nicht möglich, da es ein Stereoverstärker ist und nur zwei Endstufen verbaut sind.

Bi Wiring ist lediglich über Umwege erreichbar und dient höchstens einer Erhöhung des Kabelquerschnittes insgesamt ohne jeglichen klanglichen Nutzen.
Diesen Käse könntest du mit so etwas trotzdem realisieren:
https://rae-akustik-shop.de/Silent-WIRE ... -4-x-020-m
Wem das zu billig wäre:
https://rae-akustik-shop.de/Silent-WIRE ... -4-x-020-m

Falls du mit dem 2175 Bi Amping betreiben möchtest, dann benötigst du entweder 2 identische Stereo Endstufen,
oder 2 Stereo Endstufen mit Gainregler,
oder eine Vierkanalendstufe.

Falls du dich klanglich verbessern wolltest solltest du allerdings wohl eher einen anderen Weg gehen,
mit einem moderneren Lyngdorf z.B. (2170/3400) kannst du deine Lautsprecher wie gewohnt Single Wire anschließen,
neben der automatischen Einmessung allerdings noch ganz spezifische und individuelle klangliche Eingriffe vornehmen,
ganz gezielt in jedem gewünschten Frequenzbereich.

Von anderen Firmen gibt es auch noch Alternativen, auch Bi Amping könnte man z.B. mit einem NAD C 658 und zwei C298 verwirklichen, und hätte trotzdem noch eine automatische Einmessung sowie auch die angesprochenen manuellen Eingriffsmöglichkeiten zur Klanganpassung.

VG
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Carolite
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von Carolite »

müller hat geschrieben: Do 13. Jan 2022, 21:04
Bi Wiring ist lediglich über Umwege erreichbar und dient höchstens einer Erhöhung des Kabelquerschnittes insgesamt ohne jeglichen klanglichen Nutzen.
Diesen Käse könntest du mit so etwas trotzdem realisieren:
https://rae-akustik-shop.de/Silent-WIRE ... -4-x-020-m
Wem das zu billig wäre:
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Aber irgendwas muss doch dran sein an der Querschnittserhöhung?! Sonst würde NAD doch nicht zum Bsp den Aufwand für so einen exoten betreiben NAD 390DD(durch Zufall gesehen und vorher noch nie) Vielleicht auch ein Thema für die nuLab Thread Videoserie, da die höheren nubert Modelle schließlich auch Terminals mit der Möglichkeit dazu besitzen
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von müller »

Carolite hat geschrieben: Do 13. Jan 2022, 21:45Aber irgendwas muss doch dran sein an der Querschnittserhöhung?!
Ja klar, es ist eine Querschnittserhöhung. Dasselbe erreicht man auch mit einem dickeren "Single Wiring Kabel".

Beim NAD, sollte wohl ein Merkmal zur Abhebung von der Konkurrenz sein. Mein letzter NAD hatte das nicht. 8)

Hier auch aus Technik satt auf Seite 20:

https://www.nubert.de/downloads/technik_satt.pdf
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Weyoun
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von Weyoun »

Carolite hat geschrieben: Do 13. Jan 2022, 21:45 Aber irgendwas muss doch dran sein an der Querschnittserhöhung?! Sonst würde NAD doch nicht zum Bsp den Aufwand für so einen exoten betreiben NAD 390DD(durch Zufall gesehen und vorher noch nie) Vielleicht auch ein Thema für die nuLab Thread Videoserie, da die höheren nubert Modelle schließlich auch Terminals mit der Möglichkeit dazu besitzen
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Mich würde mal interessieren, wie solche Geräte im Inneren ausschauen. Es gibt durchaus Hersteller, die zwar Bi-Wiring bewerben, dann aber selbst in ihren eigenen Verstärkern nur 1,5 mm² interne Verdrahtung realisiert haben. :wink:

Wo ich weiß, dass auch intern Aufwand ohne Ende getrieben wird, ist Burmester, doch deren Geräte sind für den "Nubert-Standard-Kunden" in der Regel finanziell nicht stemmbar. :mrgreen:
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von joe.i.m »

Weyoun hat geschrieben: Fr 14. Jan 2022, 09:13 ...
Mich würde mal interessieren, wie solche Geräte im Inneren ausschauen. Es gibt durchaus Hersteller, die zwar Bi-Wiring bewerben, dann aber selbst in ihren eigenen Verstärkern nur 1,5 mm² interne Verdrahtung realisiert haben. :wink: ...
Ist dann wohl auf den kurzen Strecken auch nicht so tragisch, oder irre ich mich da?
Wenn ich mir jmir zum Beispiel die Weichen in den nubert Speakern anschaue sind da auch keine riesengroßen Querschnitte zu sehen.
Weyoun hat geschrieben: Fr 14. Jan 2022, 09:13 ...
Wo ich weiß, dass auch intern Aufwand ohne Ende getrieben wird, ist Burmester, doch deren Geräte sind für den "Nubert-Standard-Kunden" in der Regel finanziell nicht stemmbar. :mrgreen:
Die einen sagen es so, die anderen sagen anderes. :sweat: :mrgreen:

Gruß joe
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Re: Bi-Wiring-Amping

Beitrag von buayadarat »

joe.i.m hat geschrieben: Fr 14. Jan 2022, 10:40 Ist dann wohl auf den kurzen Strecken auch nicht so tragisch, oder irre ich mich da?
Es hängt nicht von der Länge ab, sondern davon, ob die Kabel sichtbar sind oder nicht. Wer will schon für teure, fingerdicke Kabel bezahlen, wenn man die gar nicht sieht... :wink:
joe.i.m hat geschrieben: Fr 14. Jan 2022, 10:40Wenn ich mir jmir zum Beispiel die Weichen in den nubert Speakern anschaue sind da auch keine riesengroßen Querschnitte zu sehen.
Nubert erklärt in "Technik satt", was die deren Haltung zu diesem Thema ist. Übrigens eine sehr interessante Broschüre, nicht nur für Nubert-Fans.

Ausserdem kenne ich keinen Hersteller, der in den Weichen grosse Querschnitte verbaut.
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