Extremer Hall im Neubau

Diskussionen zu Hörräumen und zur Lautsprecheraufstellung
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Indianer
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von Indianer »

MaKin hat geschrieben: So 22. Jan 2023, 18:44 Noch Gedanken hierzu?
ganz falsch ist die Auslegung sicher nicht, ich meine wir übersehen, dass die perforierte Folie für sich schon überwiegend in den mittleren Mitten dämpft, das 20mm Vlies dann eher weiter oben, wird also in Summe wahrscheinlich ziemlich ausgewogen sein

mit einem 70mm Vlies überdämpft man in Summe nur die Mitten, "substanzlose" Stimmen und Musik will auch niemand, und deutlich tiefer runter ginge es nur mit 150mm, sieht dann aber für einen Wohnraum schon stark nach Overkill aus
gangster1234
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von gangster1234 »

Ich würde mir einen dedizierten Raum einrichten, das geht ganz einfach ohne Akustiker, ist noch günstig und erhält das gewünschte Ambiente.

Wenn man erst vermutlich ziemlich viel Zeit + Liebe in die endgültige Gestaltung dieses Hauses gelegt hat, da würde ich anschließend seinen architektonisch kühl-sterilen Charakter nicht mit notwendigen Akustikmassnahmen im Wert von mindestens 30.000 € zerstören.

gruss gangster
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MaKin
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von MaKin »

Vielen Dank für deine Meinung, die ich auch gut nachvollziehen kann. Nun geht es jedoch nicht um das reine Musik hören oder Filme schauen, denn dafür gibt es einen Raum. Es geht wirklich um das Thema akustische Behaglichkeit. Es hallt stark, wodurch Unterhaltungen und Verständnis leiden.
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von gangster1234 »

Es geht nur um Sprache ? Nicht um die 170, die vielleicht einmal in Studio-Akustik im großen Raum spielen soll ?

Was hat der Architekt denn bei der Planung akustisch vorgeschlagen ? Derartige Häuser sind stilistisch ja keine Erfindung der 2020er, 2000er, 90er, 80er, 70er, 60er, 50er.. Man findet das in den Schweizer Bergen, in Düsseldorf, Taunusstein, mit ganz alten Baujahren. Von daher weiß man, dass man so eine Akustik unbehandelt mögen muss. Sonst wird man kirre. Ich könnte das nicht aushalten.

Vielleicht setzt du dich mal mit dem Haus Schminke in Verbindung. Von dort wird eine Musik-Sendung mit Stephanie Stumph und Wigald Bohning vom MDR ausgestrahlt. Baulich ein Klassiker und akustisch passabel.

gruss gangster
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OL-DIE
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von OL-DIE »

MaKin hat geschrieben: Di 24. Jan 2023, 08:53... Es geht wirklich um das Thema akustische Behaglichkeit. Es hallt stark, wodurch Unterhaltungen und Verständnis leiden.
Hallo MaKin,

genau dies hatte ich schon nach dem Lesen deines Eingangspostings vermutet. Dies erleichtert die Suche nach einer guten akustischen Lösung etwas, denn nun spielt die Bedämpfung der tieferen Frequenzen keine Rolle.

Somit kommst du mit dünneren Absorptionsmaterialien, welche aber großflächig sein müssen, vermutlich am besten zum gewünschten Ziel.

Bezogen auf meine Erfahrungen mit Basotect denke ich, dass du mit Stärken unter 50mm schon im Bereich der Sprachfrequenzen gute Verbesserungen erzielen kannst. Aber halt großflächig eingesetzt.

Ich habe bei uns 50mm starkes Basotect flächig an der Decke angebracht und nun ist der Raum akustisch wunderbar ruhig. Die, wie du es nennst, akustische Behaglichkeit hat enorm gewonnen. Obwohl meine Frau zunächst skeptisch war, schätzt sie die Stille und die Sprachverständlichkeit mittlerweile sehr.

Beste Grüße
OL-DIE
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von Christian_B »

Das hatte ich falsch verstanden, meinen Kommentar kannst Du ausblenden...
Für die Sprachverständlichkeit, und allgemein angenehmeres Geräuschklima, sollte die Folie mit 20mm Fließ gute Ergebnisse bringen.
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von Chris 1990 »

Denke ich auch, habe einen fast quadratischen Raum 3x3 m mit 1qm basotect ( 3 cm Stärke) an der Decke versehen weil man sich dort kaum unterhalten konnte, das war ein Riesen Unterschied.
Gruß Chris

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MaKin
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von MaKin »

Vielen Dank für die rege Diskussion und euer Feedback. Ich habe den Zuschlag erteilt und mache gerne ein paar Aufnahmen von vorher, in der Hoffnung, dass man etwas heraushören kann. :-)

Würde dann gezielt noch hier und da eingreifen. Wir haben oben ein E-Piano stehen und ich habe mal spaßeshalber zwei Basotect Platten dahinter aufgestellt, die ich noch über hatte. Selbst da merkt man bereits einen Unterschied. Ich bin also zuversichtlich. :-)

Habt ihr vielleicht noch Ideen oder Quellen, wie ich Akustikbilder anfertigen könnte. Meine Idee war: 200 x 200cm Holzrahmen (mit Schattenfuge), Basotectplatten und Akustikstoff (bedruckt oder mit Aquarell bemalt) "aufspannen" und in der Galerie hinhängen. Jetzt findet man jedoch online fast nur extrem überteuerte (meines Erachtens nach) Produkte.

Liebe Grüße
Martin
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von Christian_B »

Habe Rahmen selber gebaut, passend zu Standard-Basotect maßen. Stoff zum bespannen habe ich bei Contrado (https://de.contrado.com/) bestellt, vorher passende Fotos von Adobe gekauft.

Das hat sehr gut funktioniert.
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MaKin
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Re: Extremer Hall im Neubau

Beitrag von MaKin »

Super Tipp! Welchen Stoff hast Du denn genommen? Denn akustisch-transparent gibt es dort zumindest nicht ausgeschrieben.
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