Wie bei den meisten von Euch auch, ist Musik hören immer von der Situation abhängig. Aber ganz sicher ist, mit typischer Berieselungsmusik kann ich rein gar nichts anfangen. Ich hatte mal eine Freundin, bei der ging sofort morgens MTV an und es lief den ganzen Tag. Wir waren nicht lange zusammen... Auch nebenbei Radio hören ist für mich kein Genuss, sondern eher Stress. Im Gegenteil genieße ich auch sehr gerne die Ruhe. Gerade im Sommer draußen auf der Terrasse sitzen, da brauche ich keine Musik. Ebenso, bei einem gemütlichen Wein mit der Freundin am Tisch sitzen und ein schönes blutiges Rinderfilet genießen. Da kann manchmal ruhige Musik laufen, aber es kam öfters vor, dass ich dann immer mehr der Musik gelauscht habe als der Freundin, darum haben wir es dann (nach gemeinsamen Beschluss) auch gelassen.
Wenn ich zuhause bin, dann nehme ich mir auch die Zeit und höre konzentriert Musik. D. h. ich gehe das CD-Regal oder die iTunes Bibliothek durch und lasse mich überraschen auf was ich gerade Lust habe. Und das ist bei mir wirklich ein großer Rahmen. Von Austria-Pop über Jazz bis zum hässlichsten Death Metal und Gabber. Manchmal brauche ich ruhige Musik und manchmal muss es eben krachen. Laut oder leise, je nach Stimmung. Meistens laut genug, dass es schon richtig wirkt, aber man trotzdem länger hören kann ohne, dass es stressig wird. Dann auch an der besten Hörposition und die Musik genießend.
Wobei ich natürlich sagen muss, das ist jetzt erst mit den nuVeros wieder sehr intensiv. Und da ich, nach einem Monat, immer nach am Neuentdecken bin, ist es noch relativ oft so, dass ich mich auf einzelne Töne konzentriere und manchmal panisch aufschrecke, da ich der Meinung bin die nuVero hätte sich bei einem Ton komisch angehört oder sogar die Membran geflattert. Aber, zum Glück, natürlich noch wesentlich öfter die Kopf hebe und die Augen aufreiße, da ein Lied sich gerade wieder so extrem gut angehört hat. Das ist wirklich ein Geschenk, sogar in Musik, die man glaubte gut zu kennen, immer wieder neues zu entdecken und festzustellen, dass es noch schöner ist als es sowieso schon war.
Aber natürlich lese ich auch oder surfe dabei. Zumindest solange ich mich auf beides konzentrieren kann. Sobald ich merke, dass es mich stresst, lege ich das Buch oder iPad weg. Die Musik bleibt selbstverständlich immer an
König Ralf I hat geschrieben:Mir fällt auf, dass man die Musik noch intensiver "erlebt", wenn man sie gleichzeitig sehen kann.
ich hab jetzt nicht alles gelesen , ich hoffe aber du meinst nicht etwa tatsächlich bewegte Bilder zur Musik anschauen.
Das ist nämlich genau das Gegenteil von dem wie es tatsächlich ist.
Wenn Bilder sehen , dann die , die man sieht wenn man Musik mit geschlossenen Augen hört.
Augen schließen , entlastet das Gehirn nämlich von einem von außen einströmenden Reiz , lenkt dadurch weniger von der Musik ab und schärft die anderen Sinne.
Man kann sich also viel besser aufs HÖREN konzentrieren und dabei im Kopf Bilder produzieren.
Es ist beides. Gerade, wenn man sieht, wie Musik gemacht wird, kann man sie noch viel besser wahrnehmen. Beispiel das Adele Konzert, da ist ja eine BD enthalten und die CD. Wenn ich mir nur die CD anhöre, dann gefällt es mir lange nicht so gut wie wenn man Adele dabei sieht. Oder Damien Rice live in den Abbey Road Studios (
Das hat doch was von Orgasmus...
Und dann ist die andere Seite, die ich genau so genieße, die Augen zu schließen und die virtuelle Bühne vor mir zu sehen. Das ganz besondere, was ich bisher nur vom Kopfhörer kannte und ich nun, dank Nubert und Genussmensch, auch so erlebe. Wobei ich ehrlich gesagt die Kopfhörer bei dieser Disziplin noch vorne sehe...
Beim Arbeiten brauche ich meistens Ruhe. Aber manchmal bin ich extrem produktiv, wenn richtig laute Musik, wie System of a Down läuft. Im Auto läuft meistens auch eher SOAD als Damien Rice. Was leider nicht dazu beträgt gelassener Auto zu fahren...