Seite 2 von 3

Extremsportler unter uns?

Verfasst: Di 23. Sep 2008, 22:03
von einer
Der-Hesse hat geschrieben:Moin,
Wheightgainer würde ich im Alltag ohne Sport nicht unbedingt nehmen.
Zum zunehmen auch ohne Sport geeignet. Sind konzentrierte Kohlenhydrate. Man muss auf ein Kohlenhydratplus kommen. 1 KG Körperfett entspricht etwa 7.000-9.000 kCal. Du weisst also wie viel du mehr essen musst ;)
Der-Hesse hat geschrieben: wichtig ist gesunde Ernährung und viel Sport.Ich stemme im Moment 4x die Woche Hanteln.
Mit Krafttraining kann man in der Tat Gewicht zunehmen. Jedoch nicht so viel, wie in den einschlägigen Magazinen berichtet wird (Speziell in denen vom Weider).

Allerdings ist es für den Alltag eher wenig hilfreich nur Gewichte zu stemmen. Habe ich auch mal fast 2 Jahre als 17/18-Jähriger gemacht..ich konnte zwar knapp 95 kg auf der Bank drücken, aber die 3.000m gingen nicht unter 13 Minuten. Mache abwechselnd Krafttraining und Ausdauer (je nach Wetter: Fahrrad, Schwimmen oder halt laufen). Die 3.000m sind jetzt nach 12:30 fertig.

Re: Extremsportler unter uns?

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 00:59
von bony
"Weightgainer". :roll: Da sieht man eigentlich schon am Namen, dass man da (als Normalbürger) besser die Finger von lässt, es sei denn, man möchte der Nahrungergänzungsmittelindustrie was Gutes tun. Das sind für mich Mittel für Extremsituationen, in die 99% (mindestens) nie kommen. Und schon gar ohne Sport. Für was den Körperfettgehalt "auf Teufel komm raus" erhöhen? Andere versuchen krampfhaft, diesen Ballast loszuwerden.
--> Informieren, was man unter einer "ausgewogenen Ernährung" versteht, evtl. mal ein paar Wochen Buch führen plus moderater Sport (darf natürlich auch ein wenig mehr als moderat sein; das ist dann halt nicht mehr unbedingt gesund aber führt nichtsdestotrotz zum Wohl sein).

Alzheimerbulimie und Diät geht gar nicht…!

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 07:14
von PhyshBourne
Diät?
Ich muss 'ne Menge essen, um mein Gewicht zu halten… :mrgreen:

Wieso sollte ich abnehmen wollen?
Wißt ihr eigentlich, was dieser Bauch gekostet hat?

...

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 07:26
von einer
bony, hast du jemals Wheightgainer genommen? Wie kannst du die Wirkung so gut beurteilen?

Habe am Anfang des Freds auch geschrieben, das Wheightgainer gerade für Ektos interessant sein kann. Zum Abnehmen sollte man natürlich kein Wheightgainer nehmen Bild Bild Bild

Re: Alzheimerbulimie und Diät geht gar nicht…!

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 07:34
von Philipp
PhyshBourne hat geschrieben:Wißt ihr eigentlich, was dieser Bauch gekostet hat?
That's the spirit! :mrgreen:

Re: Extremsportler unter uns?

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 08:57
von Der-Hesse
einer hat geschrieben:
Der-Hesse hat geschrieben:Moin,
Wheightgainer würde ich im Alltag ohne Sport nicht unbedingt nehmen.
Zum zunehmen auch ohne Sport geeignet. Sind konzentrierte Kohlenhydrate. Man muss auf ein Kohlenhydratplus kommen. 1 KG Körperfett entspricht etwa 7.000-9.000 kCal. Du weisst also wie viel du mehr essen musst ;)
Der-Hesse hat geschrieben: wichtig ist gesunde Ernährung und viel Sport.Ich stemme im Moment 4x die Woche Hanteln.
Mit Krafttraining kann man in der Tat Gewicht zunehmen. Jedoch nicht so viel, wie in den einschlägigen Magazinen berichtet wird (Speziell in denen vom Weider).


Allerdings ist es für den Alltag eher wenig hilfreich nur Gewichte zu stemmen. Habe ich auch mal fast 2 Jahre als 17/18-Jähriger gemacht..ich konnte zwar knapp 95 kg auf der Bank drücken, aber die 3.000m gingen nicht unter 13 Minuten. Mache abwechselnd Krafttraining und Ausdauer (je nach Wetter: Fahrrad, Schwimmen oder halt laufen). Die 3.000m sind jetzt nach 12:30 fertig.
Zu Punkt eins:
Das kann aber nicht die gesunde dauerhafte Lösung sein.
Ich konnte bei Leuten feststellen, das durch regelmäßige Einnahme von Weightgainer z.B. das Gesicht aufgedunsen aussieht.
Sieht unnatürlich aus.

Zu Punkt zwei:
Werbung halt.Ob das nur Weider so macht bezweifel ich.

Zu Punkt drei:
Krafttraining und Ausdauersport sind ja auch zwei paar Schuhe.
Grüße Marco

Re: Der Antidiätfred!

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 10:59
von transmission
Philipp hat geschrieben: Die 70 will ich auch erreichen, allerdings will ich mich langsam von oben annähern. Und ich bin 10 Zentimeter kleiner als du. :mrgreen:
Derzeitiger Stand: 78 kg.

Von Diäten halte ich allerdings auch nix. Die machen keinen Spaß, man hält sie nicht lange durch, und selbst wenn man es schaffen sollte ein paar Kilo abzunehmen, kommt der böse Jojo-Effekt und macht wieder alles zunichte.

Stattdessen versuch ichs hiermit:
- mindestens 3 Mahlzeiten am Tag, nicht wie früher nur 1 bis 2 (die dafür doppelt so groß waren wie nötig)
- viel Obst, Gemüse
- nicht zu viele Kohlenhydrate (Nudeln, Reis, Kartoffeln, Müsli) - früher hab ich immer ca. das dreifache der auf den Packungen empfohlenen Portionen genommen
- ca. 3 Mal Fleisch die Woche, lieber Geflügel als Schwein/Rind
- mind. 1 Mal Fisch pro Woche
- Margarine oder pflanzliches Öl statt Butter

Ausnahmen sind erlaubt, solange sie sich nicht zu sehr häufen. Und bei besonderen Gelegenheiten (Familienfeiern etc) wird natürlich gefressen, als gäbe es kein morgen.

Mit dieser "Diät" fahre ich seit ein etlichen Jahren ziemlich gut, ich hab nicht das Gefühl mich irgendwo zurückhalten zu müssen oder auf irgendwas zu verzichten...

Trotzdem schwankt mein Gewicht im Lauf des Jahres gut im Rahmen von etwa 10 Kilo. Das liegt vor allem am Sport: Es gibt Phasen, da mach ich 6 Mal die Woche was (Joggen, MTB, Schwimmen, Krafttraining), dann gibts wieder Phasen, da mach ich wochen- oder monatelang gar nichts. Bei gleichem Essen. Klar, dass man mir das dann nach einiger Zeit deutlich ansieht...
versuchs mal noch mit nichts nach 18uhr zu essen. Die regelmäßigen Mahlzeiten, das zurückschrauben von fleisch und Kohlenhydrate sind sehr gute ansätze. Auch öfter mal fisch ist gut. Ich kann dir noch empfehlen Vollkornnudeln zu essen. Vollkorn reis ist leider nicht so toll der is mir zu hart. Aber stattdessen gibts ja noch Couscous, Bulgur, Hirse und Quinoa.

Re: ...

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 11:56
von bony
einer hat geschrieben:bony, hast du jemals Wheightgainer genommen? Wie kannst du die Wirkung so gut beurteilen?
Nein, nie genommen, gehöre wohl eher zu den endo-mesomorphen Typen mit Schwerpunkt beim endomorphen Anteil. Aber was gibt's da groß zu beurteilen? "Weightgainer" sind Kalorien in konzentrierter Form, ein paar Mineralien, je nach Hersteller mehr oder weniger sinnvoll dosiert, und was der Hersteller sonst noch so da reinpanscht und dann teuer verkauft. Geht man mal davon aus, dass wir nicht von Zeugs sprechen, das durch anabole Steroide & Co. "verunreinigt" ist, also nichts, was sogar der allergrößte Teil der Leistungssportler nicht durch eine ausgewogene Ernährung besser hinbekommt.

Dass einem die Industrie gerade im Kraftsportbereich anderes verkaufen möchte (und gut davon lebt), steht auf einem anderen Blatt.

Aber schon bei einer Ernährung mit "normalem Volumenumfang" kommt doch schon mehr raus, als für einen Großteil der Bevölkerung gut ist. Wenn ich mir mal einen typischen Tag aus meinem "Ernährungstagebuch" herausnehme, das ich im Frühjahr mal für ein paar Wochen geführt habe, um einen Überblick zu bekommen (als leistungsorientierter Sportkletterer spielt Ernährung natürlich schon eine große Rolle für mich, auch wenn ich es nicht als "Diät" bezeichnen würde):
Frühstück:
3 Scheiben Vollkornbrot (170 g), 130 g Quark, 30 g Marmelade, 40 g Honig, 200 ml Milch --> 760 kcal
Zwischenmahlzeit:
3 Stück trockener Kuchen --> 500 kcal
Mittag:
Gemischter Salat mit Brot --> 660 kcal (sic! Je nachdem, was man in einen Salat reintut, ist das nicht zu unterschätzen)
Abendessen (nach dem Training):
400 g Fischfilet, 85 g Nudeln --> 870 kcal
Sonstiges:
30 g Zucker (im Tee), 0,5 l Bier :-) --> 340 kcal
Summen:
3130 kcal
ca. 88 g Fett, 413 g Kohlehydrate, 138 g Eiweiß (bei damals 53,5 kg (momentan ca. 56) entspicht das übrigens 2,58 g / kg Körpergewicht - damit sollte sogar ein Anabolikajunkie auskommen).

Kann mir doch keiner erzählen, dass nicht auch ein 70 kg leichter Ektomorpher Typ durch eine "normale" Ernährung auf entsprechende Kaloriensumme kommen kann. "Argaweens Diätplan" bietet da bestimmt noch einiges an Ausbaupotential. :wink: und obiges Beispiel spiegelt ja nicht gerade eine Fressorgie wider.
transmission hat geschrieben:versuchs mal noch mit nichts nach 18uhr zu essen.
Von dieser Bauernregel halte ich nicht allzu viel. Letztlich kommt es auf die Kalorienbilanz an, egal wann man isst. Wenn es aber hilft, die Finger von den Naschereien zu lassen ... :wink:

Re: ...

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 12:33
von Philipp
bony hat geschrieben:
transmission hat geschrieben:versuchs mal noch mit nichts nach 18uhr zu essen.
Von dieser Bauernregel halte ich nicht allzu viel. Letztlich kommt es auf die Kalorienbilanz an, egal wann man isst. Wenn es aber hilft, die Finger von den Naschereien zu lassen ... :wink:
Soweit ich weiß, kamen früher tatsächlich diverse Statistiken zum Ergebnis, dass Leute, die Abends viel essen, eher dick werden. Allerdings ist man sich mittlerweile afaik in Fachkreisen ziemlich sicher, dass die Gewichtszunahme eher psychologische als physiologische Ursachen hat. Auf deutsch: Für die meisten Leute ist es einfacher, eine vernünftige Energiebilanz zu erzielen, wenn sie die Hauptmahlzeit NICHT abends oder zumindest nicht deutlich nach 18 Uhr zu sich nehmen. Entscheidend ist letztlich aber ausschließlich die Energiebilanz, nicht die Uhrzeit.

Allerdings sollte man die Stunde vorm Schlafengehen trotzdem nichts Schweres mehr essen - sonst ist der Körper voll mit der Verdauung beschäftigt und der Schlaf weniger erholsam.

Re: ...

Verfasst: Mi 24. Sep 2008, 13:00
von bony
Philipp hat geschrieben:Allerdings sollte man die Stunde vorm Schlafengehen trotzdem nichts Schweres mehr essen - sonst ist der Körper voll mit der Verdauung beschäftigt und der Schlaf weniger erholsam.
Kommt wohl darauf an, was man unter "schwer" versteht. Ich trainiere meist abends und fahre derzeit ganz gut damit, tagsüber eher zurückhaltend zu essen ("Level halten"), mich nach dem Training (also gegen Mitternacht) noch mal richtig satt zu essen und schlafe gut ("satt" heißt aber halt nicht "bis fast zum Platzen"). Scheint mir auch recht sinnvoll, weil nach dem Training verbrauchte Nährstoffe ergänzt werden müssen, der Körper nach dem Training besonders aufnahmebereit ist für Nährstoffe und zudem gerade Nachts die Wachstumshormone ausgeschüttet werden. Außerdem fehlt dann meist der morgentliche Kohldampf, der zum Reindreschen verführt. Nächtlicher Hunger (wenn man z.B. grundsätzlich Abends nichts mehr isst, sei was da wolle) ist hingegen richtig unangenehm und schlafstörend.
So muss aber wohl jeder ein wenig seinen eigenen Weg finden.