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Re: Frage zu Bi-Amping

Verfasst: Mo 1. Aug 2011, 18:22
von Zeta Uno
Wie wär's im Zweifel mit anstecken und hören, wo was rauskommt? :wink:

Re: Frage zu Bi-Amping

Verfasst: Do 4. Aug 2011, 01:14
von rami
Mal so eine frage ..seit wann ist der yamaha rx797 biamping-fähig??? 8O

Re: Frage zu Bi-Amping

Verfasst: Di 23. Aug 2011, 16:46
von nu-vox
g.vogt hat geschrieben:Mal ganz unideologisch: Probiers doch aus! Natürlich musst du fürs Biamping die Brücken an den Boxen herausnehmen, sonst gibts tatsächlich einen Kurzschluss. (...)
Meine erste Erfahrung zum Thema Bi-Amping sah so aus:
Dynaudio Audience 52 und ein Creek Evo 2 IA fürs Schlafzimmer. Also Quelle fungierte ein ausrangierter CA DacMagic. Die Dyn's spielen sehr räumlich, stellen Stimmen präzise in den Raum. Da der Spiel- und Bastelzwang männlich ist, wurde ein NuBox AW-441 geordert um den Bassbereich aufzupeppen. Der Creek (Tipp für ABL Fans) besitzt eine "Schleife", die erst aktiv wird, wenn man "was ansteckt". Steht in der Anleitung unter "Einschleifen in eine 5.1-Anlage". Genialst.
g.vogt hat geschrieben:Das Thema wurde und wird immer kontrovers diskutiert, da mag ich gar nichts zu sagen.
So, wie der Technikfan weiß, ist insbesondere der Mittenbereich für das räumliche Wahrnehmen bei Stereo wichtig. Der Subwoofer filtert nun aktiv durch seinen Hochpass (80Hz oder so ähnlich) alles darunter aus dem Signal. Damit wird er zu AMP1, der Creek also zu AMP2. Der Unterschied, dieses "plastische in den Raum stellen" - und das ist es, was mich an dem Thema High End fasziniert - war für unerfahrene Hörer sofort nachvollziehbar. Horizontales bi-Amping ist kein Voodoo, sondern gerade kleinere und nicht so 1000% laststabile Verstärker profitieren davon. Der Creek atmete regelrecht auf, nachdem ich ihn vom Bassbreich befreit hatte.

Aber:

Ein Lautsprecher der nix taugt wird auch durch 5 Amps nicht besser. Desweiteren sind solche Aspekte stark von der Aufstellung der LS und der Sitzposition abhängig. Was vorher schon nicht vorhanden ist, wird sich so nicht erzeugen lassen.

Tipp:

NAD 326BEE läßt sich auftrennen (und ist ein toller Amp - das geht auch alles mit Marantz, z.B. dem 7001). Der 1. 326er wird so zur Vorstufe und zu AMP2 (Mittelhochton, meist die oberen Anschlüsse) und über ein Y-Cinch-Kabel der 2. 326er zu AMP1 (Bass). Haben wir mal aus Spass an meiner nuBox 381 ausprobiert. Da meine Anforderungen an "hifi" durch die 381 nicht soooo ganz erfüllt werden (keine so tolle Ortbarkeit der Instrumente), war auch der Unterschied wie bei Dynaudio/Creek/AW-441 nicht ganz so ausgeprägt. Mein Fazit allerdings: Unterschied vorhanden.

Fazit:

Horizontales (Mittelhochton- und Bassbereich auftrennen) oder vertikales (links und rechts jeweils Mono-Verstärker pro Kanal) lohnt sich definitiv, allerdings erst ab einer gewissen Kategorie die Schmerzen im Geldbeutel verursacht. Oder man hat so einen Zufallstreffer wie Creek & Co.

Bi-Wiring (Doppelverkabelung) - um dazu noch was zu sagen - ist aus meiner Sicht nur interessant, wenn man alle vorhanden Klemmen zur Reduktion des Üergangswiderstands ausnutzen will und die Kabelbrücken am Terminal beläßt (können auch gerne LS-Kabel sein).

Re: Frage zu Bi-Amping

Verfasst: So 18. Sep 2011, 16:17
von endurance
Ich hab auch eine Frage zum Biamping...

Die meisten neuen AVRs unterstützen ja Bi-Amping, haben 9 Endstufen... ich brauche aber nur 5 davon, sollte ich das Bi-Amping nun nutzen, oder mir das Geld für die Lautsprecherkabel sparen?

Re: Frage zu Bi-Amping

Verfasst: So 18. Sep 2011, 18:05
von Lipix
endurance hat geschrieben:Ich hab auch eine Frage zum Biamping...
Die meisten neuen AVRs unterstützen ja Bi-Amping, haben 9 Endstufen... ich brauche aber nur 5 davon, sollte ich das Bi-Amping nun nutzen, oder mir das Geld für die Lautsprecherkabel sparen?
Das kommt auf deinen AVR, deine Lautsprecher und den Preis der Kabel an.

Re: Frage zu Bi-Amping

Verfasst: So 18. Sep 2011, 23:00
von endurance
avr wird ein sc-lx75 oder 85, weiß ich noch nicht sicher, zur Zeit wegen dem Preis der 75er, sollte er aber billiger werden, dann den 85er...

3x NuVero7, 2x NuVero5 und AW35 ist die "Endaustattung" zur Zeit fahre ich noch 2.1 mit den 7ern und meinem alten AVR, wird aber nach und nach nun auf vorher genannte konfig. aufgerüstet ^^

LS Kabel nehm ich 4qmm silverline sobald ich in die neue Wohnung einzihe für die Front LS brauche ich in etwa 13m/Strecke für beide Fronts :)

Re: Frage zu Bi-Amping

Verfasst: Mo 19. Sep 2011, 08:47
von Kat-CeDe
@nu-vox,
dein "Bi-Amping" ist nicht unbedingt mit dem zu vergleichen was die meisten Receiver/Boxen zulassen. Wenn ich es recht verstehe hast Du deinen Amp durch einen Sub gezielt <80Hz entlastet. Bei vielen Lautsprechern sind die Brücken aber zwischen Tief-/Mittel- und Hochton geschaltet so das die Trennung erst bei ein paar KHz statt findet und dann ist der Vorteil eher akademisch. Dein "horizontales" Bi-Amping gibt es also bei kaum einem Lautsprecher der trennbare Terminals bietet.

Deinen Effekt könnte man am AVR erzielen indem man Boxen auf Small stellt und Crossover auf 80Hz. Ich habe es versucht aber Musik mit 2 kleinen Mains+Sub klingt für meinen Geschmack nicht so schön.

Noch ein Unterschied sind die Netzteile. Du hast Die Last wirklich auf 2 Netzteile verlagert aber bei einem AVR wird auch bei Bi-Amping immer noch das selbe Netzteil sowohl durch Tief- als auch Hochton belastet.

Ralf