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Verfasst: Sa 13. Jan 2007, 12:14
von AndiTimer
Am besten ist es, wenn du Viren gar nicht erst einfaengt. Wenn du ganz sicher sein willst, dann benutze Firefox unter Linux, wobei du dafuer einen eigenen User einrichtest (damit das Ding nicht an deine privaten Daten drankommt etc.). Etwas sichereres gibt's zur Zeit nicht. Du sperrst dein Haus ja auch immer zu, wenn du nicht zu Hause bist, oder? Windows (und insbesondere Internet Explorer) mit einem AV-Programm ist wie eine offenstehene Eingangstuer, wo ein Hund drinsteht. Du merkst zwar, dass er bellt, aber wirklich dagegen tun kannst du nichts, und der erst gescheite Einbrecher wird den Hund einfach liquidieren. Mach dir keine Illusionen, AV-Programme lassen sich aushebeln, und wirklich gute Viren tun das auch. Mal abgesehen davon, dass AV-Programme haeufig gerade als Einfallstor dienen, das sind eben auch schlampig geschriebene kommerzielle Programme.
da unterscheiden sich Linux und ein gut konfiguriertes XP nicht. Linux ist auch voller Fehler, da auch von Menschen geschrieben. Wir bekommen jeden Tag Meldungen über neue Schwachstellen in Linux-Software (naütrlich auch XP, wobei Linux da in letzter Zeit häufiger auftaucht, ab und an Mac), Tipp: http://www.dcert.de/. Von üblen Rootkits unter Linux mal ganz zu schweigen, gibt es auch für Linux-Software genügend Exploits die einen Einbruch sehr erleichtern, machen wir in Audits immer wieder.
Zur Firewall: eine Firewall, die auf dem Rechner selbst laeuft, bereitet dir nur Aerger, weiter nichts. Wenn du wirklichen Schutz willst, dann muss es eine Firewall im Router sein. Und jeder Virus wird dir die rechnereigene Firewall umgehen.
würde auch nur ne Hardwarefirewall nehmen, außer das Geld ist absolut nicht dafür da, aber die 100€ sollten schon noch drin sein. Zur Not noch einen alten Rechner nehmen und den als Einwahlgerät nutzen ..., nicht ideal, aber eine Notlösung, wobei ich da IPCop ganz praktisch finde.


Ich kann mich nur wiederholen, Linux und XP schenkt sich da kaum was, letzten Endes hängt es vom User ab, ob sicher oder nicht.

Gruß
Bo.

Verfasst: Sa 13. Jan 2007, 12:41
von Philipp
andras hat geschrieben:Du hast noch nie vom 11. Gebot gehoert: "Thou shalt make backups." :)
Naja, ich war blauäugig genug und hab mich drauf verlassen, dass Daten, die gleichzeitig auf beiden Partitionen lagern, halbwegs sicher sind... (ich wars gewohnt mir gelegentlich die Systempartition zu zerschiessen, aber richtige Hardwareprobleme hatte ich noch nie) nur wirklich GANZ wichtige Sachen waren auch auf CDs. Nachdem mir jetzt zum ersten Mal eine Festplatte kaputtgegangen ist, wird entschieden öfter ausgelagert...

Verfasst: Sa 13. Jan 2007, 16:58
von PhyshBourne
Spricht wirklich eine ganze Menge für apple, wenn ich das hier so lese.
Danke für euere Gedanken!
Ich habe mich entschlossen, einen Mac zu erwerben, freilich muß das noch warten, denn bei Kramen in meinen Unterlagen habe ich festgestellt, daß der Rechner noch ein halbes Jahr Garantie hat (damals beim Kauf waren 2 Jahre Vollgarantie im Preis mit drin!)!
Hab' schon mit dem Support gesprochen und nächste Woche wird der Rechner ausgetauscht.
Einstweilen muß ich also noch weiter WinDoze/LinuX fahren - bis in zwei bis drei Jahren die Kiste zu alt geworden ist.
Und dann ist sogar meine Oberfinanzdirektion mit 'nem zunächst teurer wirkenden apple einverstanden... 8)

Verfasst: Mo 15. Jan 2007, 00:07
von andras
bofrost03 hat geschrieben: Linux ist auch voller Fehler, da auch von Menschen geschrieben. Wir bekommen jeden Tag Meldungen über neue Schwachstellen in Linux-Software (naütrlich auch XP, wobei Linux da in letzter Zeit häufiger auftaucht, ab und an Mac)
Wie man's sieht. In der Anzahl unterscheiden sie sich nicht sehr. Allerdings werden die meissten Probleme in Linux bei Audits gefunden, bei Windows (wegen nicht verfuegbarem Code) durch auffaellig seltsames Verhalten der Programme und einer Art Reverse-Engineering. Wenn auch der Code von Windows zur Verfuegung stuende, wuerde man dort vermutlich 2 Groessenordnungen haeufiger welche finden.

Dazu kommt, dass sich M$ wirklich allzu oft Monate lang Zeit laesst, einen kritischen Fehler zu beheben, bei Linux dauert sowas typischerweise einen Tag. D.h., bei Windows hast du oft nicht einmal die Chance, dich zu schuetzen.