DaClaymore hat geschrieben:Soweit mein zermatertes Kleinhirn das richtig verarbeiten konnte, ist HDMI 2.0 quasi die Schnittstelle die für 60Hz 4k Wiedergabe- und HDCP 2.2 der neue Kopierschutz, der zur Wiedergabe entsprechend gesicherter zukünftiger Quellen notwendig ist.
Wenn dem so ist, warum hast du (Danielocean) dich dagegen entschlossen? Was spräche gegen einen entsprechend ausgestatteten AVR?
Die Verfügbarkeit. Ich glaube das aktuell nur die neuen Onkyo Geräte HDMI 2.0 mit HDCP 2.2 bieten. Yamaha z.B. ist der Meinung das HDCP erst in einigen Jahren interessant wird und hat es daher weder in der Planung für die Geräte die gerade frisch raus kommen, noch für die Geräte die danach raus kommen (so interpretiere ich das zumindest aus einer Mail von einem Yamaha Kundendienst-Mitarbeiter).
Theoretisch hätte ich mir auch lieber z.B. den Onkyo 838 gekauft, welcher ein feines Gerät ist (HDCP 2.2 und vor allem Dolby Atmos). Leider unterstützt Onkyo kein Apple Airplay, was für mich ein K.O.-Kriterium war. Daher habe ich mich jetzt dazu entschlossen für die nächsten Jahre erstmal den alten Yamaha RX-V775 zu nehmen (war halt ein Schnäppchen). In ein paar Jahren, wenn es kopiergeschützten 4k Content gibt, werde ich auf einen dann aktuellen AV-Receiver updaten.
DaClaymore hat geschrieben:Mein "Problem" ist einfach, dass ich gerne relativ zukunftsorientiert ivestieren möchte, sprich auch nicht gezwungen sein will, den AVR in 3-4 Jahren zu ersetzen...
Ich glaube das dieses aktuell kaum möglich ist (es sein denn, das Dir Airplay im AVR nicht wichtig ist).
DaClaymore hat geschrieben:@ m-jelinski: Liegt es an mir, dass ich keinen Unterschied zwischen beiden genannten Geräten feststellen kann?
Insofern klingt das Auslaufsmodell natürlich besonders gut.
Das Auslaufmodell 775 hat nur LAN (benötigt also ein LAN-Kabel um z.B. Internetradio oder Airplay zu ermöglichen) und das neue Modell 777 hat ein WLAN-Modul eingebaut. Mehr Unterschiede sind mir jetzt nicht direkt aufgefallen.
DaClaymore hat geschrieben:Ich gehe aber mal davon aus, dass es kein HDCP 2.2 hat/unterstützt/wie-auch-immer-man-sagt? Auch sehe ich keine Angabe bezüglich der 4k-Wiedergabe? Findet diese mit den vollen 60Hz und 10-12 Bit statt?
Nein, mit HDMI 2.0 (nur im 777 verbaut) wäre zwar theoretisch 4k mit 60 Hz möglich, aber es ist davon auszugehen das erste Player (sobald sie käuflich erwerbbar sind und die entsprechenden Medien im Handel sind) einen Kopierschutz verwenden. Da Yamaha den aktuellsten HDCP 2.2 Kopierschutz nicht unterstützt, wirst Du auch kein 4k Content durch den Receiver bekommen. Mit dem Vorgänger (HDMI 1.4) kannst Du zwar auch 4k durschschleifen, aber nur in 30 Hz oder in 60 Hz mit einem verminderten Farbraum. Aber auch hier ist wieder das fehlende HDCP der Grund, weshalb Du vermutlich keine gekauften Filme in 4k durchbekommst.
Aber es gibt ja auch noch andere Gründe für 4k (z.B. die Diashow von der Digitalkamera - immerhin hat ein 4k Bild rund 8 Megapixel, während FullHD nur 2 Megapixel nativ darstellen kann - das macht schon einen Unterschied, wenn das restliche Equipment darauf ausgelegt ist).
DaClaymore hat geschrieben:Bisher war ich davon ausgegangen, der AVR liefere nur den Sound, aber tatsächlich verarbeitet er das Bild? Das heißt dann, dass sogar die endgültig sichtbare Bildqualität des späteren 4k-Fernsehers von der Verarbeitung des AVRs abhängig ist? In dem Fall, wäre das Sparen beim AVR ja erst Recht nicht angepasst? Was würde mir dann schließlich ein teurer 4k-Tv nützen?
Die meisten Receiver können das Bild zwar auch verarbeiten, aus meiner Erfahrung ist es aber besser, wenn diese so eingestellt sind, das sie das Bild nur durchschleifen. Wenn Du einen 4k Fernseher mit HDMI 2.0 UND HDCP 2.2 sowie eine Film-Quelle für 4k HDCP 2.2 Content Dein eigen nennen kannst (soweit ich weiß, gibt es das noch nicht wirklich zu kaufen - mit Ausnahme eines Festplatten-Players von Sony, welcher nur in den USA an Sony Kunden verliehen wird), dann solltest Du auch den passenden AV-R aussuchen (vermutlich sind das aktuell nur ein paar Onkyo Modelle). Wenn dem nicht der Fall ist, kauf Dir einen günstigen Übergangs-Receiver (z.B. den 775er Yamaha) und sobald die restliche Technik bei Dir verfügbar ist, auch einen dann aktuellen Receiver (die sind sowieso alle 3 Jahre veraltet).
DaClaymore hat geschrieben:Also läuft es auf folgendes hinaus: Lässt sich der von dir, m-jelinski, genannte AVR zukünftlich für 4k efffektiv nutzen
Wie gesagt: Es gibt bislang kaum HDCP 2.2 Geräte und es ist noch nicht mal festgeschrieben das zukünftiger 4k Content (dann nicht mehr von Blu Ray, sondern vom vermutlichen Nachfolger der HVD (Holographic Versatile Disc - bis zu 3,9 TB Kapazität) dann auch HDCP 2.2 nutzt oder ob es dann wieder einen anderen Kopierschutz geben wird (z.B. HDCP 3.0) welcher dann wieder vom Receiver unterstützt werden muss.
Du merkst, da sind viele "wenn", "dann" und "falls" drin. Ist alles noch Zukunftsmusik. Daher kauf Dir jetzt einen AV-Receiver der Deinen aktuellen Ansprüchen genügt und tausche ihn aus, wenn Du neue Ansprüche (z.B. wegen eines 4k 60Hz Fernsehers samt passender Quelle) hast.
DaClaymore hat geschrieben:Und falls sich der Yamaha RX-V775 für 4k eignet (inkl. HDCP 2.2), reicht seine Leistung auch für mein geplantes Set-Up? (4x nuLine 24, 1x CS-44, 1-2x AW-600 und evtl. zwei noch nicht näher betitelte Front-Highs?)
Da glaube ich dran (wenn nicht, hat der 775er auch Vorverstärkerausgänge um externe Endstufen anzuschließen - wird aber nicht nötig sein). Immerhin hast Du keine Full-Range Lautsprecher. Somit müssen die Endstufen im Yamaha keine tiefen Frequenzen verstärken (was Leistung benötigt). Die tiefen Frequenzen werden von der im Subwoofer eingebauten Endstufe verstärkt (ist also outgesourct, so dass die Yamaha Endstufen sich nur um die Mitten und Höhen Deiner Satelliten kümmern müssen.
DaClaymore hat geschrieben:Es tut mir wirklich leid, aber es ist grade ein bisschen viel

Muss Dir nicht leid tun. Die meisten hier im Forum werden das als Hobby ansehen (außerdem muss man ja nicht antworten, wenn man nicht möchte). Also stell ruhig alle Deine Fragen und komme so Deinem aktuellen Ziel näher.
DaClaymore hat geschrieben:Außerdem sind die Preisspannend bei den AVRs ja offensichtlich absurd breit gefächert

Wie kommt es zu diesen Differenzen und sind die "High-End-Modelle" einfach nur mit mehr Apps und Features ausgestattet oder liefern sie auch eine deutlich bessere Qualität?
Die hochwertigen AVRs haben hauptsächlich eine bessere Vorstufe und mehr Endstufen-Leistung verbaut (teilweise natürlich auch mehr Endstufen - 5, 7, 9 oder mehr). Bei den günstigeren wurde halt mehr gespart.
DaClaymore hat geschrieben:Was den Yamaha RX-V775 angeht: die Ersparnis würde wahrscheinlich erst einmal den eigentlichen Lautsprechern zugute kommen, der ibeam bliebe also Zukunftsmusik. Aber netter Versuch

Hätte ja sein können, das ich Dich dafür gewinnen könnte. Ich werde mir aber diese Woche auch noch einen bestellen und meine eigenen Erfahrungen damit ausbauen.
Schau mal hier vorbei:
PS. Entgegen meiner ersten Aussage ist ein Bassverstärker wie der Reckhorn nicht unbedingt für den iBeam VT-200 nötig (siehe
Auch wenn er deutlich mehr Leistung wie der AVR bringt und diesen entlastet, so dass für die restlichen Lautsprecher mehr Leistung zur Verfügung steht. Mit dieser einfacheren Lösung wäre man für den iBeam gerade mal bei 285 €, da man sich den Verstärker schenkt (wenn man ihn nicht später nachrüstet).
Liebe Grüße
Micha