Hallo,
...real ist es für uns doch schlicht bedeutungslos, wenn verschiedene HT im Freifeld...
...wenn wir doch alle in "bodenständigen" Räumen hören, und für hier unten gibt es keine (mir bekannte) seriöse Antwort von den Verteidigern, ob sich eine Kalotte unter durchschnittlich guten Realbedingungen nicht doch deutlich hörbar weniger gut wie ein Stück Draht verhält, als ein AMT oder sonstwas ...
Kann nicht ganz nachvollziehen, was so schwer daran zu verstehen ist, wenn ein zu analysierendes Problem in verschiedene Teilbereiche zerlegt wird. Die Ausgangsfrage war doch
...Insgesamt habe ich gehört, dass diese Art von Tweeter in so gut wie allen Charakteristiken überlegen ist...
Diese Frage impliziert, dass ein AMT per se einer Kalotte überlegen ist - allein aufgrund des verwendeten Wandlerprinzip. Genau diese Frage wird durch die verlinkte Abhandlung klar verneint.
Dazu wurden alle möglichen anderen Einflüsse ausgeblendet und obwohl den Probanden die Hochtöner mit den unterschiedlichsten Sprungantworten vorgespielt wurden, konnten diese sie unter den Rahmenbedingungen nicht unterscheiden. Das Wandlerprinzip und das verwendete Material ist, laut dieser Abhandlung, damit nicht heraushörbar.
...keine (mir bekannte) seriöse Antwort von den Verteidigern, ob sich eine Kalotte unter durchschnittlich guten Realbedingungen nicht doch deutlich hörbar weniger gut wie ein Stück Draht verhält...
Doch genau das ist eine seriöse Antwort, dass wenn es von einigen so empfunden wird, es nicht am Wandlerprinzip oder Material liegt (Die Kritikpunkte an der Studie hatte ich schon angesprochen).
Entscheidend für den unterschiedlich wahrgenommenen Klang scheint vielmehr der Frequenzgang auf Achse und das Abstrahlverhalten zu sein.
Das beantwortet deine Frage nicht ganz, deutet aber an, dass eine Kalotte mit entsprechendem Abstrahlverhalten z.B. via Schallführung dem Klang eines AMT sehr nahe kommen sollte.
Richtig, wir alle hören in "bodenständigen" Räumen und wenn der Hochtöner einer Nuvero durch einen AMT ersetzt wird (wie in Post#3 berichtet, oder durch einen LS mit AMT auf der gleichen Abhörposition ersetzt wird), ändert sich der Raum nicht.
Maßgeblich für den geänderten Höreindruck, ist damit der FG auf Achse und die Abstrahlung des AMT in Interaktion mit der Schallwand und den Mitteltönern.
Wer sich einen kleinen Eindruck vom Klang eines AMT verschaffen möchte, kann hier binaurale Aufnahmen von verschiedenen Studiolautsprechern im Vergleich zur Originalaufnahme anhören (ADAM, Genelec und Neumann gehören zu den Topherstellern) .
Am besten mit vernünftigen Kopfhörern und hoher Lautstärke

Dadurch, dass man immer wieder die Originalaufnahme hört, kann man auch mit nicht kalibrierten Kopfhörern beurteilen welche LS dem Original am nächsten kommen.
Am Ende bei Zeit 2:15/2:00 gibt es noch die FG inkl. des Raumeinflusses, da kann dann jeder selbst entscheiden ob das Gehörte sich damit in Einklang bringen lässt.
Beim betrachten der "room curves" wird dann auch schnell klar woher der "luftige Klang" des AMT (zumindest in diesen Fällen) kommt.
UPDATE: oder wie es kurz gesagt ZweckOr im vorangehenden Post schreibt - war zu langsam
Gruß Armin