eyeball hat geschrieben:Gestern bei "Markus Lanz" waren die Komponisten von "Satellite", eine Kalifornierin (Judie Frost) und ein Däne (John Gordon). Judie Frost hat das Lied in amerikanischer Singer/Songwriter-Manier gesungen, so wie sie es komponiert hat. Keine Frage, dass das Klassen besser war als Lenas Interpretation.
Keine Frage, dass die Stimme der Songwriterin mit solidem, klassichem Lexicon-Hall, aber leider auch viel zuviel davon, und etwas Vocoder-Unterstützung in Richtung "audiophilen" Live-Klangs geschönt wurde. Klar, dass die Harmonien, in bester US-Singer-Songwriter-Tradition, schlicht und einfach gehalten sind. Klar, dass das eingefleischten Audiophilen, wie sie hier natürlich zuhauf zu Gange sind, gefällt.
Im Gegensatz dazu zeigte Raab auf der Pressekonferenz live, wie man, wenn man Ahnung hat, mit ein paar hinzugefügten Quinten, dazwischengemogelten Sexten und Subdominanten die Harmonien und damit den Song wertvoll veredelt. Leider klingt das dann zu sehr wie dieses entartete Jazz-Gejaule und schmutzige Blues-Geschrammel.
Aber bevor nochmal eine so schlecht singende Dame der Kategorie gerade nochmal vom Bordstein weggerettet
im Stile von "Dschingis-Khan war schon einmal gut, warum also kein zweites mal?", gewinnt, dann doch lieber Qualität.
Und sei es von einem Deutschen Metzgerssohn veredelter Singer/Songwriter-Kram aus Gottes eigenem Land. Hallelujah.
Stefan