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horncharakter

Verfasst: Sa 4. Jun 2011, 23:12
von fritzchen557
hi leute,

kann mir mal jemand sagen, was "horncharakter" bei einem lautsprecher bedeutet ?

oder andersrum gefragt, wie klingt ein "typisches" horn ?

dass es hörner in lautsprechern gibt weiss ich, aber ich habe noch keines gehört.

thanks,

fritzchen557

Re: horncharakter

Verfasst: So 5. Jun 2011, 08:44
von zwäng
Moin fritzchen :mrgreen:

Dann hör Dir doch mal z.B. eine " Klipsch " an. Die Firma ist für seine Hörner bekannt:

- klingen meist sehr direkt und druckvoll / anspringend / dynamisch
- sehr hoher Wirkungsgrad
- kann auch extreme Pegel
- die "Einstiegsmodelle" sind m.M. nach Partylautsprecher.
- mit einer Nubert schlecht zu vergleichen ( was typ. LS-Tugenden betrifft )
- .......................
- .......................

Wenn Dich das Prinzip " Horn " interessiert, hör Dir mal was in den unteren Preisklassen an,und mache Dir Dein eigenes Bild, aber
lass Dir auch mal eine RF-7 zeigen ( um 4000 Euro ).
I.d.R. je teurer das Modell, desto natürlicher ....!

Andere bekannte Hersteller sind z.B. Acapella, Duevel, ....
Mal sehen was die Kolegen noch so schreiben .... :wink:

LG
zwäng

Re: horncharakter

Verfasst: So 5. Jun 2011, 10:42
von Nubox481fan
Hmm trägt zwar nicht zur Beantwortung der Frage bei aber bei 1.36.... Wenn sich das dann richtig hornmäßig anhört dann kennt man IMHO die Vorzüge von Hornlautsprechern.



Entweder ich bilde es mir ein oder Hornlautsprecher sind wie geschaffen für das Lied.

Re: horncharakter

Verfasst: So 5. Jun 2011, 23:29
von Nightspider
Worin liegen eigentlich die Nachteile von Hörnern?

Geringer Abstrahlwinkel?

Re: horncharakter

Verfasst: Mo 6. Jun 2011, 01:22
von Zweck0r
Die schmalere und dafür meist gleichmäßigere Abstrahlung ist kein Nachteil, die muss man unter 'Geschmackssache' verbuchen.

Nachteil sind 'Hornverfärbungen' durch stehende Wellen und inkonsequente Abstrahlung (z.B. bestimmte Frequenzen auf Achse leiser als unter Winkel). Ob das allerdings bei sauber entwickelten Hörnern/Waveguides hörbar ist, darüber streiten sich die Gelehrten, z.B. Nubert und MEG auf der Seite der 'Horngegner', K+H und Genelec als Befürworter.

Es gibt leider keine Angriffsfläche, eine dieser Ansichten in der Voodooschublade zu versenken, da muss man sich wohl oder übel auf das eigene Gehör verlassen. Oder man löst das Problem ganz pragmatisch durch einen Blick auf die Preisschilder von K+H und Nubert :mrgreen:

Grüße,

Zweck

Re: horncharakter

Verfasst: Mi 8. Jun 2011, 17:16
von Thias
Zweck0r hat geschrieben:Oder man löst das Problem ganz pragmatisch durch einen Blick auf die Preisschilder von K+H und Nubert :mrgreen:
Kann mich dem gesagten nur anschließen, würde aber lieber die Preisschilder von K+H und MEG ODER die Preisschilder von Genelec/Behringer Truth und Nubert vergleichen.
Die schmalere und dafür meist gleichmäßigere Abstrahlung ist kein Nachteil,
ich würde sogar sagen Vorteil
dass es hörner in lautsprechern gibt weiss ich, aber ich habe noch keines gehört.
Wenn du mal bei einem Konzert mit großer PA warst, hast du mit Sicherheit Hörner gehört.
Ein gut dimensioniertes Horn oder einen "Hornansatz" wird man nur schwer heraushören.
Anders aber bei mancher HighEnd-Tuba :roll: oder billig PA

Re: horncharakter

Verfasst: Do 9. Jun 2011, 07:02
von Zweck0r
Thias hat geschrieben:Kann mich dem gesagten nur anschließen, würde aber lieber die Preisschilder von K+H und MEG ODER die Preisschilder von Genelec/Behringer Truth und Nubert vergleichen.
Ich hatte dabei eher LS mit 'kompletter' Bassabteilung im Hinterkopf, und da gibt es z.B. zur Nuline 122 keine wirkliche Alternative bei den Monitoren. Es gibt leider keinen O410-Klon von Behringer :(

Grüße,

Zweck

Re: horncharakter

Verfasst: Do 9. Jun 2011, 09:50
von Mörderpinguin
Horn-Klang gibt es bei sauber konstruierten Lautsprechern nicht. Da das eigentliche Chassis auf eine größere Fläche (Hornöffnung) transformiert wird, ergibt sich allerdings meist eine deutliche Richtwirkung. Diese ist im PA-Bereich bspw. bei der Beschallung von größeren Freiflächen (Open-Air Konzert oder Festival) erwünscht, ja sogar erforderlich, einerseits um einen hohen Wirkugnsgrad zu erreichen, andererseits zur gezielten Verteilung des Tons auf die zu beschallende Fläche.
Für die Heimanwendung ist dies in der Regel unerwünscht. Zwar kann die Richtwirkung eines Hochton-Hornes durch geeignete Horngeometrie klein gehalten werden, das Abstrahverhalten ist aber immer deutlich stärker gebündelt, als bei einem Kalottenhochtöner.
Basshörner weisen zudem ein vergleichsweise schlechtes Impulsverhalten (Stichwort Gruppenlaufzeit) auf.

Schau mal hier http://de.wikipedia.org/wiki/Hornlautsprecher, da sollte zu den technischen Eigenschaften eines Horns eigentlich alles erklärt sein.

Gruß,
Mark

Re: horncharakter

Verfasst: Do 9. Jun 2011, 16:59
von Thias
Zweck0r hat geschrieben:
Thias hat geschrieben:Kann mich dem gesagten nur anschließen, würde aber lieber die Preisschilder von K+H und MEG ODER die Preisschilder von Genelec/Behringer Truth und Nubert vergleichen.
Ich hatte dabei eher LS mit 'kompletter' Bassabteilung im Hinterkopf, und da gibt es z.B. zur Nuline 122 keine wirkliche Alternative bei den Monitoren. Es gibt leider keinen O410-Klon von Behringer :(

Grüße,

Zweck
... die O300 schon 8) oder auch die Genelec 8250 mit 2 Wegen

Re: horncharakter

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 04:28
von Zweck0r
So sehr ich geschlossene Boxen schätze, ein 20er-Bass pro Box ist mir für die Hauptlautsprecher definitiv zu wenig.

Das sind momentan meine PC-Speaker, und ich halte sie keinesfalls für überdimensioniert :roll:

http://www.mfbfreaks.com/apparatuur/mfb/567/index.htm

Ein 20er im BR wäre mir auch zu sehr auf Kante genäht, und die Genelec macht wie alle entzerrten BR-Kompaktboxen für meinen Geschmack zu früh dicht:

http://www.genelec.com/documents/opmans ... 03-11).pdf

-10 dB bei 30 Hz, steiler Absturz.

Die 8260 gefällt mir, aber da haben wir wieder das Preisproblem :wink:

http://www.nubert.de/downloads/atm_122.pdf

-4 dB bei 30 Hz, erst darunter Übergang in den Sturzflug.

Grüße,

Zweck