Kulturwolf hat geschrieben:So, das hat mir ja nun doch keine Ruhe gelassen:
Und was wurde aus der "Aufmerksamkeit", die Du Deiner "besseren Hälfte" widmen wolltest...?
Mir hat
das...
Kaddel64 hat geschrieben:Die tiefe Pauke scheint ziemlich falsch gestimmt zu sein. Warum man das einer Studioproduktion durchgehen lässt, verstehe ich nicht.
... keine Ruhe gelassen. Und deshalb habe ich gerade einen ausgiebigen Hörvergleich veranstaltet. Der Eindruck der Pauken in der Mata-Aufnahme täuscht nämlich, wenn ich sie über die nuLine 30 mit ATM höre. Offenbar liegt die tiefe Pauke knapp unterhalb der Grenzfrequenz der nL30, und ihr Grundton ist kaum vernehmbar. Was man umso deutlicher hört, muss irgendein Oberton der X-ten Ordnung sein. Und der lässt den Eindruck entstehen, die Pauke sei unsauber intoniert. Mit der nuLine 102 + ATM dagegen ist alles bestens. (Ich darf gar nicht länger darüber nachdenken, was ich noch alles verpasse, wenn ich über die nuLine 30 höre. Dann bin ich sogleich nubifiziert und wünsche mir die nV4 ins Arbeitszimmer.)
Die Aufnahme von Hr. Mata und dem Dallas-Orchester kann ich nirgends finden

Hier bei
Amazon.
Gibts auch in einer deutlich billigeren Lizenzausgabe bei Brilliant, allerdings als 3-CD-Set (
Brilliant).
Die Aufnahme entstand im MHM Symphony Center in Dallas, also in einer guten Konzertsaalakustik, die auch schnellere Tempi zulässt. Das Maestoso ist deutlich schneller als bei Eschenbach aber nicht so forsch wie Nézet-Séguin. Die Aufnahme hat eine hervorragende Dynamik und eine unaufdringliche Abmischung: nicht zu fett, aber abgrundtief. Die langsamen Sätze beginnen wirklich sehr leise und haben Steigerungspotenzial. Das Klavier agiert eher im Hintergrund, was ich aber auch OK finde, während die Orgel durchsetzungsfähig ist, vor allem am Schluss, aber sie präsentiert sich auch nicht durchgängig im Vordergrund, alles sehr differenziert. Unter dem Aspekt der "Werktreue" ist sie somit wahrscheinlich die musikalisch bessere Wahl gegenüber dem Eschenbach. Der widerum ist mit seinem fetten Sound eine echte Spaßplatte. Auch im Konzertsaal aufgenommen, klanglich und spieltechnisch für mich 1A, wobei ich Surround zurzeit nicht abhören kann.
Kulturwolf hat geschrieben:Kennt jemand aber diese Aufnahme näher?
http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/ ... um/2246493
Der Anfang des 4. Satzes ist leider nicht zu hören. Der 1. Satz klingt vielversprechend, auch in klanglicher Hinsicht. Beim 3. Satz fehlt mir nicht nur etwas mehr Spritzigkeit, sondern es klingt auf einmal im Track auch recht hallig und etwas "weiter weg" vom Orchester.
Ich habe sie hier vorliegen. Sie gehört zu denjenigen, die auch verschiedentlich empfohlen wurden, aber mich hat sie wenig beeindruckt. Die Tempi gehen für mich in Ordnung, aber die recht hallige Akustik des Kirchraums begünstigt Orgel, Blech und Pauken unangemessen. Die Streicher klingen in schnellen Passagen sehr verhuscht (3. Satz, Mitte des 4. Satzes), und die Dynamik ist gut, kann aber mit Mata und Eschenbach nicht mithalten.
Kulturwolf hat geschrieben:Es findet sich ein Track auf youtube ( welcher mit Orchester, Interpreten und Label übereinstimmt, aber ist es auch die gleiche Aufnahme und lediglich eine anderes Cover?
Meinen Nachforschungen zufolge ist die Aufnahme seit 1980 mindestens dreimal als CD und einmal als Hybrid-SACD erschienen. Über das Aufnahmedatum der CD-Version liegen mir zwar keine Infos vor, aber Organist, Orchester, Dirigent, Label und Raum sind jeweils die gleichen - ich denke schon, dass die Aufnahmen identisch sind.
tf11972 hat geschrieben:Was ich noch auf meiner Festplatte liegen habe, ist ein Radiomitschnitt des Radio-Sinfonie-Orchesters Berlin unter Marek Janovski von 2010. Musikalisch ist das absolute Hochspannung vom Anfang bis zum Schluss. Auch der Klang ist ganz ordentlich, aber eine CD ist davon nicht erhältlich.
Stimmt, die ist musikalisch richtig gut. Der Organist ist Christian Schmitt. Der Konzertmitschnitt des "kulturradio rbb" entstand schon am 17.06.2006. Mir liegt sie als Beilage der "AUDIO" vor, die mal unter dem Titel "pure music" unkomprimierte Originaldynamik vorstellte. Die Aufnahme ist absolut unbehandelt belassen, jeder Huster wird überdeutlich und auch der Applaus ist mit drauf. Hier ist das Klavier recht präsent, die Orgel gerade auch im Finale leider zu sehr im Hintergrund. Und in der Tiefe fehlt mir auch was (gr. Trommel, Orgelbass).
Also am besten kaufst Du Mata
und Eschenbach und triffst je nach momentaner Stimmung Deine Auswahl. Aber was mich jetzt viel mehr beschäftigt, ist die Frage: Brauche ich die nuVero 4 fürs Büro
