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geplante obsoleszenz

Wenn's nicht so gut in die anderen Themenbereiche passt...
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tf11972
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von tf11972 »

tf11972 hat geschrieben:Schön, dass sich Hersteller auch einmal verrechnen können. Der Canon Drucker meines Schwiegervaters gab gestern, 1 1/2 Monate vor Gewährleistungsende seinen Geist auf. :twisted:
Man möchte es nicht glauben, aber der Drucker wurde auf Gewährleistung repariert und läuft wieder einwandfrei.
Viele Grüße
Thomas

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STM
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von STM »

Damit hätte ich nicht gerechnet... Manchmal passieren eben doch noch Wunder :D
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mk_stgt
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von mk_stgt »

na da hast du ja alle richtig gemacht. bi mir isttelefon 1 monat vor garnatie ende kaputt gegangen. war schon davor 2 mal wegen gleichem fehler in repartur. hoffe ich bekomme ein neues bzw. gutschrift
alles Gute und bleibt gesund!
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von Rubilein »

Ich muss sagen, dass unsere Verstärker fürs Wohnzimmer und Gartenhaus (beides Onkyos) mittlerweile deutlich über 20 Jahre alt sind und funktionieren wie am ersten Tag. Ebenfalls sind die Lautsprecher ~ 25 bzw. 40 Jahre alt und laufen, und laufen und laufen.
Auch bei alten Röhren-TVs und meinem ersten LCD-TV (Hitachi, mittlerweile 9 Jahre alte) gab bzw. gibt es keine Altersernscheinungen.

Nur ich glaube kaum, dass unser mittlerweile 2 Jahre alter Philips LCD-TV (UVP 2200 €) mehr als 5-6 Jahre alt wird, ohne noch einmal kaputt zu gehen.
Bereits in der Garantiezeit musste einmal die Hauptplatine ausgetauscht werden und zwischendurch zickt er auch immer wieder mal rum. Zuletzt vorgestern :angry-argument: :angry-argument: :angry-banghead: mit ständigen Neustarts. Konnte ihn noch irgendwie zu einem Werksreset überreden. Jetzt funktioniert er wieder einwandfrei. Nur ob er das auch die nächsten Jahre tut, wage ich zu bezweifeln. Hier sieht man eindeutig, dass die Hersteller uns zum Neukauf nach wenigen Jahren drängen wollen. Was bei einem hohen Preis jenseits der 1500 € eine Unverschämtheit ist! :|
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von mk_stgt »

ja und ich kämpfe mit meinem telefon, hersteller will keine gutschrift bzw. ersatzgerät liefern :evil:
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von engineer »

Ich würde nicht vom geplanter Obsoleszenz sprechen, das ist i.d.R. nicht der Fall. Wenn eine Firma sowas plant, riskiert sie, dass der verärgerte Kunde zur Konkurrenz geht, auch wenn er unterstellt, dass es dort nicht automatisch besser ist.

Ich würde von einkalkuliertem Gerätetod sprechen, weil die Verbilligung hohe Gewinne ermöglicht und man quasi gezwungen ist, bei der allgemeinen Qualitätsabwärtsspirale mitzuziehen, um nicht unter zugehen und mitverkaufen zu können. Also wird es so gebaut, dass es mal ein paar Monate hält und die Zahl der Garantierückläufer klein bleibt. Insgesamt muss es sich rechnen. Zur Ehrenrettung meiner (zumindest deutschen) Ingenieurskollegen muss gesagt werden, dass solche Vorgaben aus dem Produktmanagement kommen. Oder sie kommen von der Projektleitung, die nicht in das aktuelle Gerät investieren will, weil der Schaden der Firma, der durch die Ausfälle mal kommt, nicht mehr sie selber trifft. Das Projekt ist zu Ende, die Boni eingefahren, weil Kosten gespart werden, die Miesen macht dann der Service oder die Vertriebseinheit des Konzern.

Das Ganze ist ein mehr oder weniger zwangsläufiger Vorgang und weniger ein Geplanter - allerdings muss da dringendst gegengesteuert werden. Ich kann es einfach nicht glauben, dass die EU einerseits die Glühlampen wegen Verschwendung verbannt, auf der anderen Seite aber die Resourcenverschwendung toleriert. Immer neue Geräte produzieren immer mehr Elektromüll. Und dieser Müll kommt dann nach Afrika. wo sie ihn abfackeln, um an das Kupfer zu kommen.

Die EU sollte geräteabhängig die Mindesthaltbarkeit hochsetzen: Minimum 3-5 Jahre für Geräte mit Elektronik und 5-8 Jahre für Geräte ohne Elektronik mit Beweislastumkehr. Momentan ist es so, dass man nach 6 Monaten dem Händler nachweisen muss, dass der Fehler schon bestanden hat. Da man das nicht kann oder es nicht wirtschaftlich ist, wird man verzichten.

Technisch ist das ohne Weiteres möglich, Geräte langlebig zu bauen. In der Militärtechnik wird eine Elektronik in Einzelfällen auf 25 Jahren ausgelegt. So lange muss sie lagern können und sich einschalten lassen, ohne auszufallen. Dort gibt es auch Auslegungen für hohe Temperaturen. Es ist aber aufwändiger, eine Elektronik hinzustellen, die allen Unbilden trotzt. Es kostet mehr Geld für die Bauteile, mehr Bauteile, mehr Platz, mehr Gewicht und mehr Entwicklungszeit.

Trotzdem ist es sinnvoll!

Es wird dazu führen, dass die Hersteller mehr in die Technik investieren und Billigdreckanbieter vom Markt verschwinden weil die Händler es nicht verkaufen, da sie die Garantieleistungen nicht wirtschaftlich bringen können. Und es wird dazu führen, dass die Hersteller stärker modular bauen, damit sie - wie im Falle von z.B. Aktivenboxen und HIF-Systemen - im Garantiefall einfach das Verstärkermodul oder das Netzteil oder den Preamp tauschen können.

Für Anbieter von Qualität ist das ein großer Vorteil. Momentan können sie nur mit ihrer Qualität werben und für sich selber entscheiden, eine lange Garantie zu geben und das Produkt etwas besser und teuerer zu machen. Sie sehen sich aber der Billigkonkurrenz entgegen und dem Umstand, dass sich viele für das billigere Massenprodukt entscheiden.

Weil das aber so ist, werden momentan die Massenprodukte noch billiger, weil die Stückzahl zeigt und die anderen werden teuerer. Ein gutes Produkt ist also aufgrund der Verwendung von seltenen Bauteilen unnötig überproportional teuer! Das vor allem würde sich ändern, wenn man die Qualität der breiten Masse anhebt.

Wenn man z.B. mal das Feld der Kondensatoren beschaut, dann gibt es eben einen grossen Bedarf für billige Leistunselekos. Die werden aus Platz und Gewichtsgründen mit dünnen Folien aus billigem Material hergestellt. Diese Produktlinien an Maschinen verkaufen sich gut. Beschichtungsmaschinen für hohe Beschichtungsgleichmässigkeit, langsamem Durchlauf und hohe Präzision verkaufen sich nicht so gut. Würde man das umdrehen, wären die Billigelekos 10% teuer und die Top-Elekos 30% billiger! Zudem würden sich plugin Systeme durchsetzen, also ein Elko mit kräftigen Alukontakten, den man in Sockel stecken kann, wie die Röhren. Ist ein Elko im Poweramp nach 5 Jahren platt, wird er einfach ausgetauscht und ein neuer reingesteckt. Das könnte der Kunde machen. Damit führt nicht ein defekter Elko schon zu kaputten AMP der in die Werkstatt oder auf den Schrott muss, sondern das Ding hält 30 Jahre bei bester Qualität. Der Hersteller baut dann einfach viele Geräte mit denselben ELKOs und verschickt im Garantiefall das Ersatzteil. Auf die Weise hat man die Gewissheit, dass man was von dem Gerät hat und wird auch investieren.

Momentan ist Vieles Vertrauen und Glück. Und gerade das Vertrauen wird missbraucht. Da reicht ein Firmenbosswechsel oder ein Managerwechsel oder die Firma wird von amerikanischen Heuschrecken aufgekauft, die den Namen missbrauchen um schnell alles zu verbilligen und eine schnelle Mark zu machen. Der Kunde merkt erst nach Jahren, dass sein neues Gerät nicht mehr das hält, was der Vorgänger noch konnte.

Eigentlich sollte man hochwertiges HIF-Equipment erst einmal aufschrauben und schauen, wie es intern gebaut ist und ob man die Problembären leicht finden und tauschen kann, oder ob wie beim Tausch von Scheinwerferbirnen das halbe Auto zerlegt werden muss. gute und wartungsfreudliche Geräte gehören auf eine Positivliste und in die kann man auch mal eine K-Euro investieren.

Meine persönlichen positiven Erfahrungen:

Access Virus B von 2001

Samsung LCD-TV Monitor von 2005, der TV-Empfänger hat nur nichts mehr, was er empfangen könnte, weils nicht mehr ausgestrahlt wird

Sony HDR Sr1E Camera von 2006 mit Zeiss Objektiv. Geht wie am ersten Tag.

Siemens Amilo Laptop von 2008 - an dem schreibe ich gerade. Ist nur etwas lichtschwach geworden.

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Negativ:

HP NSX Laptop von 2005 - nach 1.5 Jahren defekt. Keine Garantie mehr - frecher Kundensupport, erklärte mir barsch die Rechtslage, dass ich selbst beim Händler nichts bekomme, da der Fehler von Anfang an bestand haben muss.

Canon EOS 700D - von 2014 - nach 5 Monaten Sensordefekt, gerade noch in der Garantie! Gerade noch!

Braun Oral B Zahnbrüsten : 3 Stück schon gehabt, fallen innerhalb maximal 1 Jahr aus.

Die Billigbürste von Curamed aus dem Aldi von 2005 hat bis letztes Jahr gehalten!
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von kdr »

..meine Waschmaschine von Siemens hat stolze 24 Jahre aufm Buckel ohne eine Reparatur :D
Nuvero 14 , Nuline CS 70 + DS 60 , Denon PMA 2000ae + DCD 2000ae , AVR Sony , Bluray +TV Philips .
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von mk_stgt »

musste grad lachen, als ich das mit den braun zahnbürsten gelesen hab: wie bei mir auch. bin jetzt auf philips sonicare umgestiegen. mal sehn, wie lang es da gut geht. auf alle fälle dort deutlich besseres putzergebnis
alles Gute und bleibt gesund!
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von engineer »

Als kleiner Nachtrag zu meinem Beitrag von vorhin:

Gerade eben will ich erfahren haben, dass dieselben Burschen, die uns die 100W Glühlampen weggenommen haben und die Staubsauer in der Maximalleistung begrenzt haben, darüber beraten, dass ab 2017 nur noch Subwoofer mit maximal 200 Watt verkauft werden dürfen. Das Double Bass Array wird also in Zukunft genau so wichtig wie das Triple-Birnen-Array, um seinen Raum hell zu bekommen.
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Re: geplante obsoleszenz

Beitrag von mk_stgt »

das ist jetzt aber kein nachträglicher aprilscherz, oder?
alles Gute und bleibt gesund!
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