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Verfasst: Mi 22. Mär 2006, 07:54
von mcBrandy
Und wer bewacht dein Kind? Nimmst das mit auf die Kur?
Das macht sich gut für Frauenbekanntschaften.

Verfasst: Do 13. Apr 2006, 23:00
von TomTom
Wo ist eigentlich Düren???
Anscheinend ist die Kur ja so toll, dass er sich gar nicht mehr meldet
Vielleicht springt er ja mal über seinen "Kurschatten"

und meldet sich wieder
Irgendwie vermisse ich den "ollen Spammer" ( nicht bös gemeint

)
Aber vielleicht wurde ihm ja "kurtechnisch" der Zugang zum I-Net verboten ( was mMn gegen die Genfer Konvention verstößt

)
Gruß Tom
Verfasst: Fr 14. Apr 2006, 00:00
von Steppenwolf
Ich denke mal, seine Kur geht so langsam zu Ende und er wird sich schätzungsweise
nach den O-Ferien hier wiedermelden.
Also kein Grund zur Panik.

Verfasst: Fr 14. Apr 2006, 12:13
von Dueren
Hallo,
ich bin wieder zurück. Bin gestern angekommen. Danach brauchte ich erst mal 12 Stunden Dauerschlaf
Ich lese mich schon seit einigen Tagen wieder mal hier ein und werde danach wieder posten.
Bis bald
Stefan
Verfasst: Do 20. Apr 2006, 12:04
von Dueren
Hallo,
ich bin wieder zurück aus der Rehabilitationsmaßnahme. Hier ein kleiner Bericht.
Ich war dort zur Behandlung meines 3 Jahre zurückliegenden Bandscheibenvorfalls.
3 Wochen in Bad Westernkotten, nähe Lippstadt in Westfalen (50 km von Dortmund).
Also ich muss sagen das ich sehr positiv überrascht wurde. Die Reha an sich hat viel gebracht. Es war eine ausgewogene Mischung aus aktiven Anwendungen (Krankengymnastik, Wassergymnastik, Kraftraum, etc), passiven Anwendungen (Massagen, Elektrobäder, Moorpackungen), theoretischen Bestandteilen (Ergonomie, Stressverhalten, Rückenschule, Ernährung) und eigenen Aktivitäten (hauptächlich Schwimmen in meinem Fall).
Es ging morgens um 7:30 Uhr mit dem Frühstück los und endete um 17 Uhr mit dem Abendessen. Die Tage waren mit den Anwendungen voll ausgefüllt. Abends hatte man dann bis 22:30 Uhr die Möglichkeit das Haus zu verlassen. Bin täglich ins Internetcafe, dann etwas rumgefahren und drei mal war ich mit einer Gruppe aus. Dazu viel spazieren und jede Menge gelesen. Musik gehört eher weniger - meistens beim sogenannten Moortreten - eine fiese Sache. Die Zeit flog regelrecht rum.
Die Klinik in der ich untergebracht war war sehr gut. Ich würde es mal Hotel mit angeschlossener medizinischer Abteilung nennen. Sehr schöne große Zimmer mit Fernseher und Balkon. Dann gab es im Haus ein Schwimmbad mit 31 Grad warmem Salzwasser und auch ansonsten gabs da Liegestühle und eine Lufttemperatur deutlich über 30 Grad. Für mich optimal. Bin öfters dort zum Lesen hin und habe es mir gemütlich gemacht. Dem Alkohol habe ich bis auf die drei mal ausgehen abgeschworen. Das Essen war sehr gut - morgens und Abends Buffet - Abends auch mit Salatbuffet und warmer Speise und Mittags gabs qualitativ hochwertiges Essen - allerdings sehr kohlenhydratarm. Ich habe jedenfalls 3 Mal täglich ordentlich Hunger gehabt und aussergewöhnlich viel gegessen. Dabei habe ich sogar noch 2 Kilo abgenommen, was den Verdacht bestätigt das der tägliche Bierkonsum doch was mit der Figut zu tun haben könnte.
Ansonsten ist Bad Westernkotten ein nettes Dörfchen, aber eben ein Dorf. Rundum ist echt der Hund begraben. Ohne Auto (es waren viele ohne Auto da) wäre ich eingegangen. So ließ es sich aushalten, aber geboten ist da nicht viel. Dementsprechend sind die Leute da eher mürrisch hatte ich das Gefühl. Je freundlicher man auftritt um so mehr Unverständnis erntet man. Na ja, jede Gegend hat seinen eigenen Menschenschlag. Ich hoffe ich beleidige niemanden hier aus dem Forum - das sind so die Erfahrungen die ich gemacht habe. Also bin ich eher schweigend durch die Gegend gelaufen. In der Klinkik selber war das Publikum gemischt, Es soll wohl 150 Insassen gehabet haben - davon waren so 50% jenseits der 65 Jahre. Die hatten auch einen eigenen Speisesaal. Die anderen 50% waren hauptsächlich so um die 50 Jahre alt. Ich bin ja 38 und da gabs in meinem Alter so 7-8 Opfer. Eine 23 jährige Stewardess kam dann auch zur Reha, aber die hat sich dermaßen aufgeführt das sie selber nach 3 Tagen schon das ganze Personal und auch die Mitrehabilitanten gegen sich aufgebracht hatte und die Reha abgebrochen hat. Da kam dann ihr Freund (so kanppe 40) und schleppte ihre 5 Koffer raus. Sie mit dem Handtäschen bewaffnet hinterher und weg war sie. Das war eine Show.
Ansonsten waren die Leute natürlich unterschiedlich drauf - ich habe schon genug Spaß bekommen. Was mir auffiel ist das wirklich alle mit denen ich gesprochen habe schon schwerwiedende gesundheitliche Probleme hatten und da war ich mit meinem einen Bandscheibenvorfall noch gut bedient. Obwohl der in der Auswirkung schon schlimm genug ist.
Also dieses Vorurteil - welches ich so selber auch ein wenig hatte - das die Kur (man nennt die Reha landläufig halt auch Kur, obwohl es etwas anderes ist) ein Urlaub ist für den man keine Urlaubstage opfern muss kann ich absolut nicht bestätigen. Das Programm ist schon ganz gut - mental kann man sich aber natürlich auch erholen. Also ein Urlaubseffekt ist sicher da - ich war schon lange nicht mehr so entspannt. Wann nimmt man sich schon mal die Zeit sich 3 Wochen ausgieblig mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen.
Noch eines kann ich absolut nicht bestätigen. Diese wilden Geschichten von wegen Kurschatten und so. Der Frauenanteil lag so bei ca. 70%. Ich habe selber nur ein "Pärchen" erlebt und da lief so auch überhaupt nichts. Habe schon so überall mal dabei gestanden oder gesessen und den Gesprächen gelauscht. Auch so bei einer Kneipentour war ich ja mal dabei und da lief aber auch absolut nichts in der Richtung. Also entweder wird da immer total übertrieben in den Berichten und Erzählungen oder das war die Ausnahme wo ich war. Ich habe als frischer Papa und eh verheiratet auch sicher nichts gesucht, aber ich war einfach neugierig und wie gesagt - da lief nirgendwo was.
Mein Fazit: Eine super Sache. Es hat mir die Möglichkeit gegeben, mich zu entspannen, etwas für meine Gesundheit zu tun und neben neuem Wissen und Anregungen neue Motivation für die tägliche Arbeit und Verarbeitung meiner gesundheitlichen Beeinträchtigung gegeben. Vielen Dank, liebe Rentenversicherung.
Man kann das alles 4 oder 5 Jahre beantragen und das werde ich sicher ab jetzt auch tun.
Das einzig negative war das ich drei Wochen von Frau und Baby getrennt war (abgesehen von 1 Besuch) und das man auf der Arbeit durchaus nicht nur positive Reaktionen bekommt.
Ahoi
Stefan
Verfasst: Do 20. Apr 2006, 16:32
von bersi
Düren hat geschrieben:
das man auf der Arbeit durchaus nicht nur positive Reaktionen bekommt.
Scheiß drauf,was die labern.Du arbeitest um zu leben,nicht umgekehrt
Ansonsten,wünsch ich dier,das der Wohlfühleffekt lange anhält

Verfasst: Mo 24. Apr 2006, 11:45
von Dueren
bersi hat geschrieben:Düren hat geschrieben:
das man auf der Arbeit durchaus nicht nur positive Reaktionen bekommt.
Scheiß drauf,was die labern.Du arbeitest um zu leben,nicht umgekehrt
Ansonsten,wünsch ich dier,das der Wohlfühleffekt lange anhält

Hallo Bersi!
Danke für die Wünsche.
Mit den Reaktionen auf der Arbeit das ist nicht so einfach. Sicher kann man nicht erwarten das da nur positive Reaktionen kommen, aber zwischen objektiv und subjektiv gibts halt einen Unterschied.
So eine Geschichte: 2 Tage bevor ich in Reha ging teilte mein Chef mir mit das meine seit einem Jahr anvisierte Gehaltserhöhung (sollte zum 1.4. kommen) nicht stattfindet. Ebenfalls findet keine Beförderung statt. In den 3 Gesprächen das Jahr vorher sahs noch anders aus. Eine Woche nach Bekanntgabe der Rehamaßnahme meinerseits und 2 Wochen vor dem Termin der schon lange feststand diese Nachricht. Natürlich hatte die Begründung mit der Reha nichts zu tun.
Das sind so Reaktionen die einen eher traurig bis wütend stimmen. Selbst wenn es objektiv nichts mit der Reha zu tun hätte (was ich nicht glaube) dann bleibt subjektiv doch was hängen.
Na ja.
Ahoi
Stefan