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Umbauanleitung KENWOOD KRF 8060 & 9060 - für ABL/ATM

Fragen und Antworten zu Nubert ATM-Modulen

Umbauanleitung KENWOOD KRF 8060 & 9060 - für ABL/ATM

Beitragvon rudijopp » Do 3. Feb 2005, 22:45

[EDIT]
>
> wichtiger HINWEIS bzgl.der "fehlenden" Umbaubilder:
> Wegen Serverabschaltung werden die ursprünglich verlinkten Bilder nicht mehr direkt im Thread angezeigt,
> aber ihr findet die jeweils passenden Bilder "jetzt NEU" in meiner Dropbox - Umbau-Bildergalerie
(Link) :!:

> (einfach zwei Browserfenster öffnen und das Modell aus der Liste auswählen)
>
>
> Grundsätzliches:
> 1. Warum MainIn (Endstufen-Eingänge) am AV-Receiver (kurz Amp) ?
> 2. HINWEISE zu den Umbauten !
> 3. Was benötigt man(n) für einen Umbau ?
> 4. nützliche Tipps für den ABL/ATM-Einsatz an "selbst aufgetrennten" Verstärkern
>
> All das wird hier beantwortet -> :text-link: <-
>
>
> [EDIT-ENDE]



Moin Moin Fans & Freunde der "Umbaukunst" :wink:

Rudi hat die Tage wieder gewerkelt und bevor es am Wochenende an den Umbau eines Pioneer VSX-1014 geht, möchte ich euch hier den Umbaubericht für einen Kenwood KRF-V8060D zur Verfügung stellen. Vielleicht gibt es ja interessierte "Nachbauer" mit gleichem oder ähnlichem Gerät :?

Wer also mit dem Lötkolben gut umgehen kann und technisches Verständnis hat - auch Elektronikkenntnisse - kann sich gerne an einen Nachbau nach dieser und meinen anderen Umbauanleitungen wagen. Lasst euch aber gewarnt sein - ich übernehme keine Haftung für eventuelle Schäden, die ihr euren Geräten selbst zufügt :!:

Jetzt aber los...
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Noch ist der 8060 von shorty recht jungfräulich, jedenfalls was den Umbau angeht :wink: Deckel ab und los...

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Der erste "Einblick" in den 8060er brachte mich nicht weiter, denn es war nur sehr schwer (nur ansatzweise) zu erkennen, wo evtl. die Trennstellen sein könnten. Da der 8060er keine Modulbauweise (mit Steckkarten) hat, wie z.Bsp. ein Denon oder Onkyo, wurde es komplizierter :sweat:

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Also hiess es erst einmal; auseinander bauen. "Deckenstrebe" ab und nach und nach alle Stecker entfernen (hab ich immer farblich markiert) und die Platinen ausbauen.

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So sieht es aus, wenn alle Platinen raus sind und nur noch die Hauptplatine nebst Trafo im Gehäuse sind. Leider reicht auch das nicht. Im Laufe des Umbaus am 23.01. stellte sich heraus, dass ich hier nicht ohne SM (ServiceManual = Schaltplan) weiter kommen würde. Daher wurde der weitere Umbau auf den 30.01. vertagt und zwischenzeitlich bei Schaltungsdienst-Lange die SM geordert (Kosten 13,27 incl.Versand). Wie schon geahnt, sind die Trennstellen auf der Hauptplatine zu finden, da sich hier neben den End- und Vorstufen auch die gesamte analoge Einganswahlschaltung befindet, welche nur per Steckverbindungen von der AD-Wandler-Platine ein 6.1-Signal zugespielt bekommt und somit leicht verwechselt werden kann :!:

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Also musste auch die Hauptplatine raus, was leider nur mit samt dem Kühlkörper möglich ist. Allerdings ist die Platine mit zwei Schrauben am Kühlkörper fixiert, was das Arbeiten erleichtert :sweat:

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Da liegt nun die Hauptplatine und ich konnte endlich mit dem "eigentlichen" Umbau beginnen...

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Hier sind die Trennstellen markiert. Brücke W20 ist für die rechte und W21 für die linke Kanaltrennung zu entfernen. Die erforderliche Masseverbindung wird zur W252 und W279 hergestellt. Nach entfernten Brücken (W20 & W21) sind die (im Bild oberen) Lötpunkte in Richtung Kondensatoren C62 und C63 die MainIn's und die (im Bild unteren) Lötpunkte in Richtung R602 und R601 die PreOuts. Die 8060 Trennstelle befindet sich damit genau hinter der Mute-Schaltung.

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Zum besseren Verständnis hab ich den passenden Ausschnitt aus der SM mal kopiert :wink:

*EDIT am 18.02.2005*
Ab hier solltet ihr schon mal die Änderung des Umbaus beachten !!!!

*EDIT am 21.10.2011*
Abweichende Details zum 9060:
Lest bitte hier ->
http://www.nubert-forum.de/nuforum/viewtopic.php?p=535636#p535636
*EDIT-ENDE*



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Wie immer habe ich das Kabel ML 238-5 mit sehr massivem Innenleiter von http://www.reichelt.de verwendet !
Hier ist alles schon angelötet und muss jetzt nur noch mit den Buchsen verbunden werden.

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Zum besseren Überblich noch aus einer anderen Perspektive :wink:

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Die Rückwand bietet einen optimalen Platz für die Buchsen. Auch hier meine Standard-Buchsen CBGISW und CBGIRT von http://www.reichelt.de - klasse Qualität.
Anschliessend ist die Hauptplatine, die Rückwand und alle "noch nicht störenden" Platinen wieder einzubauen...

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...und die Buchsen können dann mit den Kabeln verlötet werden. Absichtlich sind schon vorher die Kabel mit weissem Innenleiter für den linken und mit dem roten Innenleiter für den rechten Kanal vorgesehen worden, damit es keine Verwechslungen gibt :wink: Die linken Buchsen sind als PreOut und die rechten als MainIn vorgesehen. Mit Isolierschlauch wurde alles schön gegen Kurzschlüsse gesichert. Masseverbindung (Abschirmung) nicht vergessen anzulöten !

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Nach den Lötarbeiten können nun die letzten Platinen alle wieder rein und alle Steckverbindungen wieder hergestellt werden :sweat:

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So sieht er dann fertig aus - da kann man nicht meckern - oder :roll:

Rückblickend war das der bis dato zeitaufwendigste Umbau für mich, aber auch aus diesem Umbau konnte ich wieder lernen und das ist gut so :wink:

anschliessender Test am 30.01.:
Ich hab mein ABL10/100 die nuWave10 und meinen CD-Player angeschlossen und hab das Ganze auf einwandfreie Funktion getestet. Alles war i.O. Zuerst hatte ich mich mächtig über den übertriebenen Bass gewundert, aber shorty hatte die Loundness-Funktion aktiviert - die hab ich erstmal rausgehauen. Danach klang es so wie es sein soll - angenehm mit kräftigen und klaren Bässen :wink:

So - das war's auch schon wieder...

Muss jetzt auch Schluss machen - muss morgen wieder früh raus :cry:


Nachfolgend nützliche Tipps und wichtige Hinweise "by Rudi" für den ABL/ATM-Einsatz an "selbst aufgetrennten" Verstärkern:

1. PreOut (vorhandene oder neue) -> neue MainIn:
Es ist zwingend erforderlich eine Cinch-Kabelverbindung zwischen dem jeweiligen PreOut und neuen MainIn herzustellen, bzw. das ABL/ATM dort einzuschleifen, bevor der Verstärker/Receiver in Betrieb genommen wird ! Während des Betriebes sollte diese Verbindung nicht getrennt und insbesondere das ABL nicht ausgeschaltet werden !

2. ABL/ATM-Netzteil (gilt natürlich auch für mehrere):
a) Es ist zu empfehlen das Netzteil des ABL/ATM an die geschaltete Netzdose des Receivers anzuschließen (sofern vorhanden). Damit ist das Netzteil des Moduls immer gleichzeitig mit Spannung versorgt, wenn es der Verstärker auch ist und umgekehrt genauso. Bei dieser Netzteil-Anschlussvariante und Verwendung des ATM, sollte der Power-Schalter auf der Rückseite des ATM von AUTO auf ON gestellt werden (beim ABL bleibt er für immer auf "I", also AN) !

b) Ist keine geschaltete Netzdose am Amp vorhanden, ist es gerade beim ABL sinnvoll, das Netzteil an eine Master/Slave-Steckdosenleiste mit anzuschließen, bei der der Verstärker das Master-Gerät ist (max.Belastbarkeit der Master-Dose beachten), oder eine einfache Steckdosenleiste mit Hauptschalter zu verwenden. Dadurch ist - wie in Punkt 2.a) - automatisch gewährleistet, dass das ABL Versorgungsspannung erhält, wenn der Verstärker in Betrieb genommen wird.

3. ATM zwischen PreOut und MainIn:
Beim ATM kann man prinzipiell immer genauso verfahren wie unter Punkt 2 - man muss es aber nicht, denn es kann auch problemlos die Auto-Power-Schaltung des ATM genutzt werden. Das Netzteil ist dabei an eine beliebige Steckdose unter Dauerspannung, aber das ATM schaltet sich nur mit ein, wenn auch Signal anliegt und auch automatisch wieder aus (zeitverzögert). Für diese Variante ist beim ATM zwingend der Eingang 1 zu verwenden !
Wer ein ATM für den Center-LS verwenden möchte, sollte darauf achten, dass im Mono-Betrieb des ATM und Verwendung der Auto-Power-Schaltung der rechte Kanal des Eingang 1 verwendet wird.

4. Maßnahme gegen Brummstörungen:
Alle Cinch-Signalkabel der ABL/ATM-Module sind von den Netzteilen der ABL/ATM mindestens 10cm fern zu halten, um Störeinstreuungen zu vermeiden !


bis denn dann,
der Rudi
Bild
Zuletzt geändert von rudijopp am Mo 18. Aug 2014, 07:09, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon g.vogt » Do 3. Feb 2005, 23:05

Hallo Rudi,

nur gut, dass du diesen Receiver nicht als erstes Gerät umgebaut hast - sonst hätte nie wieder jemand gefragt, ob man Receiver auftrennen kann ;-)

"Umbaukunst" - der Begriff passt hier wirklich gut...

Mit internetten Grüßen
Gerald Vogt
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g.vogt

Beitragvon Amperlite » Do 3. Feb 2005, 23:39

*grübel*
Ich glaub ich hätte dem Ding gleich noch ein paar dicke Zusatzelkos spendiert, die vorhandenen sehen doch recht mickrig aus. 4700-6800 µF, viel mehr werden das nicht sein, oder?
Raumakustik ist ein Schwein!
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Amperlite

Beitragvon mcBrandy » Fr 4. Feb 2005, 08:36

Hallo Rudi

Das war ja diesmal richtig Schwerstarbeit.
Ich hätte nie gedacht, das Kenwood solche arbeiten abliefert. Keine Modulbauweise.

Aber wieder mal saubere Arbeit.

Gruss
Christian
Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, dass die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist. (Stanislow Jerzy Lec)
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mcBrandy

Beitragvon shorty » Fr 4. Feb 2005, 11:59

Hallo Rudi,

Vielen Dank für die ausführliche Umbauanleitung. Nun kann ich mir ein gutes Bild davon machen was für ein Aufwand hier auf dich zugekommen ist. Wirklich saubere und professionelle Arbeit. :)

Der Amp ist gestern, pünktlich zu deinem Bericht bei mir angekommen. Von außen sieht alles perfekt aus. Die neuen Anschlüsse passen von der Positionierung perfekt in das Anschlussbild der Rückwand. :!:

Wie es nun um die inneren Werte bestellt ist und wie es sich klanglich auswirkt, werde ich leider erst in den nächsten Tagen testen können. :( Ich habe momentan sehr viel Arbeit im Geschäft. :sweat:
Sobald ich mit dem Testen fertig bin werde ich einen kleinen Bericht posten.

Nochmals vielen Dank.

Gruß
Shorty
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shorty

Beitragvon rudijopp » Fr 4. Feb 2005, 15:11

Moin Moin Leute,
g.vogt hat geschrieben:nur gut, dass du diesen Receiver nicht als erstes Gerät umgebaut hast - sonst hätte nie wieder jemand gefragt, ob man Receiver auftrennen kann ;-)
...dem kann ich nicht zustimmen :? Mein "Erster" war mein eigener Onkyo575 (Umbauanleitung nur als Word-Dokument verfügbar / per Mail) und da war es auch so aufwändig (auch mit SM) - war aber eben meiner :wink:

Amperlite hat geschrieben:Ich glaub ich hätte dem Ding gleich noch ein paar dicke Zusatzelkos spendiert...
...das war nicht meine Aufgabe und ich möchte auch nicht über die unterschiedlichen Qualitäten der Geräte diskutieren :roll: Das der Kenwood nicht die "Reserven" eines Onkyos hat, selbst wenn es nur ein 575er wäre steht hier doch eigentlich nicht zur Debatte. Ein ABL für meines Wissens zwei nuWave3 schafft der locker :!:

mcBrandy hat geschrieben:Aber wieder mal saubere Arbeit.
Danke :oops:

shorty hat geschrieben:Nun kann ich mir ein gutes Bild davon machen was für ein Aufwand hier auf dich zugekommen ist. Wirklich saubere und professionelle Arbeit. :)
Die neuen Anschlüsse passen von der Positionierung perfekt in das Anschlussbild der Rückwand. :!:
...wollte auch erst links bleiben, aber da rechts "gefiel" es auch mir am besten :wink:

Bis denn dann,
der Rudi
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Beitragvon K.Reisach » Fr 4. Feb 2005, 15:22

Hallo,

Amperlite hat geschrieben:4700-6800 µF, viel mehr werden das nicht sein, oder?


Uff, mein kleiner "Plastikbomber" Sony hat schon 2 a 10000 µF! :roll:

Gruß, Kevin
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K.Reisach

Beitragvon shorty » Fr 4. Feb 2005, 15:48

Rudi hat folgendes geschrieben:
...das war nicht meine Aufgabe und ich möchte auch nicht über die unterschiedlichen Qualitäten der Geräte diskutieren :roll: Das der Kenwood nicht die "Reserven" eines Onkyos hat, selbst wenn es nur ein 575er wäre steht hier doch eigentlich nicht zur Debatte. Ein ABL für meines Wissens zwei nuWave3 schafft der locker :!:


Danke !

Es geht hier auch nur um 2x 380er mit ABL.

Shorty
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shorty

Beitragvon rudijopp » Sa 5. Feb 2005, 13:41

Moin Moin Kevin,
K.Reisach hat geschrieben:Uff, mein kleiner "Plastikbomber" Sony hat schon 2 a 10000 µF! :roll:
...was aber noch garnichts über seine Klangqualitäten aussagt, als über seine evtl. stärkere Impulsfestigkeit, aber auch da spielt der TRAFO dann eine entscheidende Rolle mit - also lassen wir das... :roll:
Bei meinem Test machte der 8060 seine Arbeit an den nuWave10 sehr gut. ABL auf 12Uhr reichte völlig, da der Kenwood von Haus aus etwas bassbetont scheint :idea:

Bis denn dann,
der Rudi
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rudijopp

Beitragvon rudijopp » Fr 18. Feb 2005, 21:52

Moin Moin shorty und der Rest der Gemeinde :wink:

shorty hat geschrieben:Von außen sieht alles perfekt aus. Die neuen Anschlüsse passen von der Positionierung perfekt in das Anschlussbild der Rückwand. :!:
...genau aus diesem Grund hab ich die Buchsen dort hin gesetzt, was sich aber im Nachhinein...

shorty hat geschrieben:Wie es nun um die inneren Werte bestellt ist und wie es sich klanglich auswirkt, werde ich leider erst in den nächsten Tagen testen können.
...als echter Fehler herausgestellt hat, denn du hattest zu Hause selbst getestet und musstest dich mit störendem "Prasseln" auf allen Kanälen rumärgern. Bei meinen Test ist mir das garnicht so aufgefallen, weil ich nur unter meinen Bedingungen einen reinen Stereo-Test gemacht hatte. Ich hatte zwar leichte Störungen, schrieb sie aber der Qualität des Gerätes zu - das war ein Fehler :!:

Wie dem auch sei - der Fehler ist behoben, denn mich ärgerte das genauso und so musste der Kenwood ganz fix wieder zu mir zurück und ich habe ihn ausgiebig nach der Ursache des "Prasselns" untersucht. Es war kein Brummen von einer Masseschleife oder Brummeinstreuungen vom Trafo :? Ich habe mit verschiedenen Massepunkten experimentiert und auch die Abschirmungen der Kabel teilweise abgeklemmt, bis ich die Ursache endlich gefunden hatte :sweat:

Die Abschirmung der langen Kabel im Amp und die Nähe dieser zum Trafo waren die Ursache, dass sich diese Störungen von Transformator "eingefangen" haben 8O Ein schwer zu erklärender "Ausnahmefall", der gerade bei diesem und bis dato dem einzigen Umbau zu Problemen geführt hat :cry:

Aus diesem Test resultierend habe ich den Kenwood folgendermassen geändert...

Bild

Die PreOut und MainIn wurden aus dem "optisch gutem Bereich" entfernt und ganz links (dicht bei den Trennstellen) gesetzt. Dadurch sind die Verbindungskabel von den Trennstellen zu den Buchsen nur ca.6-8cm lang und weit weg vom Trafo.

Bild

Ich habe weiterhin die bereits an den Trennstellen auf der Hauptplatine angelöteten Kabel verwendet, aber entsprechend gekürzt, den Aussenmantel samt Abschirmung entfernt, die Leitungen verdrillt...

Bild

...und an die neu gesetzten Buchsen angelötet. Masseverbindung hab ich nur noch zu den PreOuts hergestellt (wie man an der aufgelöteten Querverbindung auf den unteren Buchsen erkennen kann), um grundsätzlich eine externe Masseschleife zu vermeiden, die evtl. zu Brummeinstreuungen führen kann.

Bild

Nach einem Anschliessenden Test, bei dem der optimale Massepunkt ermittelt werden sollte, stellte sich heraus, dass dieser mitlerweile absolut unkritisch war. Egal wo ich die Masseverbindung auch anlegte, das Ergebnis war immer gleich: kein Prasseln, kein Brummen oder sonstige Störungen :D Mir fiel ein Stein vom Herzen, denn beim vorherigen Test war das bei weitem anders :sweat:
Dann gings noch mal runter in den Keller, um den Massepunkt wie im Bild einfach am Tunergehäuse anzulöten.

Bild

Auch die Beschriftung wurde auf den neuesten Stand gebracht.

Zu guter Letzt hab ich dann nochmal einen intensiven Abschlusstest gemacht und bin absolut zufrieden. Setzte vor dieser Modifikation ein leichtes Prasseln bereits ein, wenn man nur den Lautstärkeregler von MIN auf -92 um einen db-Punkt erhöhte, war nach dieser Modifikation davon absolut nichts mehr zu hören :D
Ich drehte den Kenwood ohne Einganssignal vom CDP bis MAX (-3db) auf und hörte auch jetzt nur das ganz leichte Grundrauschen des Kennwood :arrow: So soll es sein :!:

Auf Grund dieser schmerzlichen Erfahrung mit diesem Verstärker, habe ich seid dem meine abschliessenden Tests nach einem Umbau ausgeweitet (immer mit fünf angeschlossenen Boxen und intensiverer Test des Störgeräusch-/Rauschabstandes) und es werden nur noch die PreOuts mit einer Masseverbindung versehen :!: Schon beim Umbau des Denon AVR3805 und des Pioneer VSX 1014 hab ich diese Erfahrungen umgesetzt, obwohl ich bis dato keine Probleme bei den anderen Umbauten hatte :?

So Jan,
dein Kenwood geht am Montag wieder zu dir auf Reisen und wird dir dann die Freude bereiten, die du von dieser Modifikation erwartet hattest :wink:


Nachfolgend nützliche Tipps und wichtige Hinweise "by Rudi" für den ABL/ATM-Einsatz an "selbst aufgetrennten" Verstärkern:

1. PreOut (vorhandene oder neue) -> neue MainIn:
Es ist zwingend erforderlich eine Cinch-Kabelverbindung zwischen dem jeweiligen PreOut und neuen MainIn herzustellen, bzw. das ABL/ATM dort einzuschleifen, bevor der Verstärker/Receiver in Betrieb genommen wird ! Während des Betriebes sollte diese Verbindung nicht getrennt und insbesondere das ABL nicht ausgeschaltet werden !

2. ABL/ATM-Netzteil (gilt natürlich auch für mehrere):
a) Es ist zu empfehlen das Netzteil des ABL/ATM an die geschaltete Netzdose des Receivers anzuschließen (sofern vorhanden). Damit ist das Netzteil des Moduls immer gleichzeitig mit Spannung versorgt, wenn es der Verstärker auch ist und umgekehrt genauso. Bei dieser Netzteil-Anschlussvariante und Verwendung des ATM, sollte der Power-Schalter auf der Rückseite des ATM von AUTO auf ON gestellt werden (beim ABL bleibt er für immer auf "I", also AN) !

b) Ist keine geschaltete Netzdose am Amp vorhanden, ist es gerade beim ABL sinnvoll, das Netzteil an eine Master/Slave-Steckdosenleiste mit anzuschließen, bei der der Verstärker das Master-Gerät ist (max.Belastbarkeit der Master-Dose beachten), oder eine einfache Steckdosenleiste mit Hauptschalter zu verwenden. Dadurch ist - wie in Punkt 2.a) - automatisch gewährleistet, dass das ABL Versorgungsspannung erhält, wenn der Verstärker in Betrieb genommen wird.

3. ATM zwischen PreOut und MainIn:
Beim ATM kann man prinzipiell immer genauso verfahren wie unter Punkt 2 - man muss es aber nicht, denn es kann auch problemlos die Auto-Power-Schaltung des ATM genutzt werden. Das Netzteil ist dabei an eine beliebige Steckdose unter Dauerspannung, aber das ATM schaltet sich nur mit ein, wenn auch Signal anliegt und auch automatisch wieder aus (zeitverzögert). Für diese Variante ist beim ATM zwingend der Eingang 1 zu verwenden !
Wer ein ATM für den Center-LS verwenden möchte, sollte darauf achten, dass im Mono-Betrieb des ATM und Verwendung der Auto-Power-Schaltung der rechte Kanal des Eingang 1 verwendet wird.

4. Maßnahme gegen Brummstörungen:
Alle Cinch-Signalkabel der ABL/ATM-Module sind von den Netzteilen der ABL/ATM mindestens 10cm fern zu halten, um Störeinstreuungen zu vermeiden !


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Zuletzt geändert von rudijopp am Do 17. Mai 2007, 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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