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FREIHEIT statt Angst

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Homernoid

Beitrag von Homernoid »

Wurde das nun eigentlich aufgeklärt, wer das Auto geklaut hat?
Mir kommt es auch wie eine fingierte Aktion vor, egal ob von eigener oder fremder Seite. Hatte aber "Geschmäckle". :D
Aber verwundern tut mich das alles nicht wirklich.
Ich glaube bald, KEINER der Herrschaften kann sich vorstellen, wie es ist, von Hartz IV z.B. zu leben.
Die, die eh schon genug haben, müssen obendrein noch mit solchen Aktionen "glänzen". DA sehe ich das wirkliche Problem.
Politik wirklich für das Volk, wenn man eigentlich gar nicht wirklich weiss, wie das Volk wirklich lebt?
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imacer
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Beitrag von imacer »

Ich nehme an, Du arbeitest bei einer Bank, bzw. in der Finanz"industrie"?
Da muss ich dich enttäuschen, habe beruflich mit den Branchen überhaupt nichts im Sinn, ich halte mich nur an Fakten und wenn einem 3% nicht genug sind, wählt man eben andere Alternativen.
Die Gier bzw das Streben nach "mehr" und nach Wachstum spiegelt sich in deiner Aussage ja ebenso wieder, obwohl du dich zu genau diesem Denken kritisch äußerst.

Es ist ja immer leicht, ein System zu kritisieren, aber wie soll denn eine realistische Alternatve aussehen und wie soll diese weltweit etabliert werden?

Wer sollte Geld verleihen, auf die Gefahr hin, nichts wiederzubekommen, wenn dadurch für den Gläubiger kein Mehrwert entstünde?
Zumal zeigt die Realität ja, dass das System im großen udn ganzen funktioniert.
Noch nie war der Wohlstand global gesehen so groß. Noch nie gab es soviele Menschen, denen es gesundheitlich und materell so gut ging.
Natürlich ist es nicht perfekt und es gibt Ungleichgewichte sowie Ungerechtigkeiten, aber wie sähe die Alternative aus? Was hat die Geschichte gelehrt?
Den Reichtum ungerecht verteilen (Kapitalismus) oder die Armut gleichmäßig verteilen (Sozialismus)? :)

Die erwähnten selbstzerstörerischen Kräfte halte ich auch für etwas übertrieben dargestellt.
Wenn überhaupt (so wie in der jetzigen Krise) werden nur (Buch-)Werte zerstört, die vorher erst erschaffen worden sind.
Zudem ist der Absturz fast nie so hoch, wie der vorhergegangene Aufschwung, so dass unter dem Strich immer mehr übrig bleibt.
Anders ginge es ja auch nicht, bei einer stetig steigenden Bevölkerungszahl und immer höherer Produktivität.

Wenn ich Zeit habe, werde ich mir die verlinkten Filme mal ansehen. ;)

imacer
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Der Marco
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Beitrag von Der Marco »

@imacer:

Es ist nur ein Film (ca. 45min). :wink:
Das YouTube-Video ist ein zusammengeschnittenes Bildermischmasch über "Stasi 2.0", dass ich ziemlich populistisch finde, das andere ein Trailer für die Demo am 12.09. in Berlin für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter.

Wie kommst du darauf, dass nur "Buchwerte" vernichtet wurden?
Wenn es Buchwerte wären, dann wären sie auch nicht erschaffen, sondern erfunden (möglicherweise bedeutet ja in der Ökonomie "Buchwert" etwas anderes, für mich sind es aber eben keine produktiv erwirtschafteten Werte).
Was ist mit den, für die faulen Kredite gebauten Immobilien, durch welche die Krise (angeblich) erst ausgelöst wurde?

Die Frage ist auch, wie lange funktioniert es noch so? Und das es gut funktioniert sehe ich auch nicht.
Es braucht doch nicht zu viel Überlegung, um zu sehen, dass das (Geld)System, wenn es sich so weiter entwickelt, dem Untergang geweiht ist. Und das sehe ich nicht als allmählichen Prozess, das ist das Gefährliche, denke ich.

Was (oder wem) nützt eine angeblich höhere Produktivität (erkauft durch bessere Produktionstechnologien aber trotzdem oder deshalb mehr Arbeitslosigkeit), wenn immer mehr Bevölkerungsanteile, sich diese Produkte nicht mehr leisten können?
Was nützt eine höhere Produktivität, wenn dadurch weltweit der Lebensraum, unsere Umwelt zerstört wird?

Ich bin der Meinung, dass ein zinsloses Geldsystem möglich ist!
Du musst dir überlegen, dass der Zins in der Produktion (u.a. von mir) erwirtschaftet werden muss.
Mann muss als Alternative Anreiz schaffen und dafür sorgen, dass das Geld auch ohne Zinsen im Umlauf bleibt und verliehen wird.
Denkbar wäre eine Gebühr auf zurückgehaltenes Geld (siehe auch Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell).
Dafür braucht es aber politischen Willen, sich der Lobby der Banken und des Geldes entgegenzustellen.

Das wird aber leider, denke ich, nicht möglich sein, da bin ich zu sehr Realist, da die ca. 10% der Weltbevölkerung, welche vom Zinssystem stark profitiert, jegliche Mittel (und es stehen ihnen fast jegliche zur Verfügung) einsetzen werden, um das zu verhindern.
Zuletzt geändert von Der Marco am Fr 31. Jul 2009, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.
Nubox481fan
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Beitrag von Nubox481fan »

g.vogt hat geschrieben: Es ist doch in Deutschland "völlig normal", auf Kosten der Allgemeinheit mit fetten Karren, genannt "Dienstwagen" zu fahren und diese auch privat zu nutzen. Ebenfalls ist es "völlig normal", dass Privatfahrten auch "privat abgerechnet" werden.
Endlich mal jemand der es erkannt hat.
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Beitrag von Vin_Superbleifrei »

imacer hat geschrieben:
Ich nehme an, Du arbeitest bei einer Bank, bzw. in der Finanz"industrie"?
Da muss ich dich enttäuschen, habe beruflich mit den Branchen überhaupt nichts im Sinn, ich halte mich nur an Fakten und wenn einem 3% nicht genug sind, wählt man eben andere Alternativen.
Die Gier bzw das Streben nach "mehr" und nach Wachstum spiegelt sich in deiner Aussage ja ebenso wieder, obwohl du dich zu genau diesem Denken kritisch äußerst.
Wo liest Du das aus meinen Äusserungen heraus?
Es ist ja immer leicht, ein System zu kritisieren, aber wie soll denn eine realistische Alternatve aussehen und wie soll diese weltweit etabliert werden?
Z. B. könnte das Geld über den Staat an die Industrie ausgegeben werden und nicht den Umweg über private Banken gehen.

Das hätte folgende Vorteile:

- der Staat könnte die Vergabe und die Konditione der zu vergebenden Kredite von der Nachhaltigkeit der geplanten Verwendung des Geldes abhängig machen.

- z. B. würde ein Investor, der ein Altenpflegeheim errichten will, Geld zu günstigeren Konditionen erhalten, als eine Heuschrecke, die ein Unternehmen fremdfinanziert kauft, um es auszuschlachten und durch die Zerschlagung des Unternehmens (kurzfristig) größtmöglichen Profit zu erzielen.

- Der Investor des Pflegeheims wird nicht annähernd so große Profite in kurzer Zeit erzielen, wie die Heuschrecke, aber die Nachhaltigkeit seines Vorhabens schafft und sichert Arbeitsplätze und sorgt langfristig für Steuereinnahmen (Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Lohnsteuer der Angestellten).

- Zur Zeit würde die Heuschrecke von den Banken bevorzugt bedient werden, da ihre Pläne nicht nachhaltig sind, aber schnellen und großen Profit versprechen, den zu erreichen auch erklärtes Ziel der Banken ist.

- Die Zinsen, die der Staat durch die Vergabe von Krediten einnehmen würde, würden wieder dem Gemeinwesen zufliessen und dadurch allen zu Gute kommen und nicht in Boni-Zahlungen an diverse Bankvorstände und deren Untergebene "verbrannt" werden.

- So wäre sichergestellt, dass für das ausgegebene Geld tatsächliche Werte erschaffen werden.

Noch nie war der Wohlstand global gesehen so groß. Noch nie gab es soviele Menschen, denen es gesundheitlich und materell so gut ging.
Die Verschuldung war auch noch nie so hoch. Wie sollen Deiner Meinung nach die Schuldenberge abgetragen werden? Naja, wenn man in einem Wagen ohne Bremsen einen Berg runterfährt, kann man immer sagen, "läuft doch bis jetzt ganz gut", bis man den Abgrund erreicht. :wink:

Seltsam finde ich auch, dass die 100 Milliarden, die zur Rettung der HRE aufgebracht wurden nicht mal annähernd so ausgiebig diskutiert wurden, bzw. beleuchtet werden, wie die derzeitige Dienstwagenaffäre, die zwar moralisch zweifelsohne nicht in Ordnung ist, aber gemessen am angerichteten "Schaden" nahezu bedeutungslos ist.
Der größte und sicherste Reichtum ist der, mit dem zufrieden sein zu können, was man bereits besitzt.
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Beitrag von Vin_Superbleifrei »

Ich bin der Meinung, dass ein zinsloses Geldsystem möglich ist!
Du musst dir überlegen, dass der Zins in der Produktion (u.a. von mir) erwirtschaftet werden muss.
Mann muss als Alternative Anreiz schaffen und dafür sorgen, dass das Geld auch ohne Zinsen im Umlauf bleibt und verliehen wird.
Denkbar wäre eine Gebühr auf zurückgehaltenes Geld (siehe auch Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell).
Dafür braucht es aber politischen Willen, sich der Lobby der Banken und des Geldes entgegenzustellen.
Das wird aber leider, denke ich, nicht möglich sein, da bin ich zu sehr Realist, da die ca. 10% der Weltbevölkerung, welche vom Zinssystem stark profitiert, jegliche Mittel (und es stehen ihnen fast jegliche zur Verfügung) einsetzen werden, um das zu verhindern.
Vollste Zustimmung! :?
Der größte und sicherste Reichtum ist der, mit dem zufrieden sein zu können, was man bereits besitzt.
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Beitrag von Nubox481fan »

Vin_Superbleifrei hat geschrieben:
Mann muss als Alternative Anreiz schaffen und dafür sorgen, dass das Geld auch ohne Zinsen im Umlauf bleibt und verliehen wird.
Ja, und was passiert wenn mal einer seinen Schuldendienst nicht begleichen kann. Dann ist der der es zinslos weiterverleiht der Depp. Weil das dann sein voller Verlust ist ohne je was eingenommen zu haben. Nicht alles ist so einfach wie es scheint. :!:
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Beitrag von Der Marco »

Vin_Superbleifrei hat geschrieben:Seltsam finde ich auch, dass die 100 Milliarden, die zur Rettung der HRE aufgebracht wurden nicht mal annähernd so ausgiebig diskutiert wurden, bzw. beleuchtet werden, wie die derzeitige Dienstwagenaffäre, die zwar moralisch zweifelsohne nicht in Ordnung ist, aber gemessen am angerichteten "Schaden" nahezu bedeutungslos ist.
Ich denke, das ist eine Folge der Lobbyarbeit in der Politik bzw. des Einflusses der Banken auf die Medien.
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Beitrag von Der Marco »

dnitsche hat geschrieben:
Mann muss als Alternative Anreiz schaffen und dafür sorgen, dass das Geld auch ohne Zinsen im Umlauf bleibt und verliehen wird.
Ja, und was passiert wenn mal einer seinen Schuldendienst nicht begleichen kann. Dann ist der der es zinslos weiterverleiht der Depp. Weil das dann sein voller Verlust ist ohne je was eingenommen zu haben. Nicht alles ist so einfach wie es scheint. :!:
Und was hat das mit den Zinsen bzw. zinslosen System zu tun? Das kann beim jetzigen Geldsystem genau so passieren.
Außerdem verleiht keine Bank Geld ohne Sicherheiten oder die absolute Aussicht auf Erfolg der zu fördenden Sache.
Und: wo gibt es in der Bankwirtschaft etwas ohne Risiko?

Du musst verstehen, dass Schulden größtenteils erst durch Zinsen enstehen! Eigentlich sind sie erst der Grund für Verschuldung überhaupt!
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Beitrag von Nubox481fan »

Der Marco hat geschrieben: Und was hat das mit den Zinsen bzw. zinslosen System zu tun? Das kann beim jetzigen Geldsystem genau so passieren.
Na alles. Klar aber beim jetzigen System erhält man wenigstens Einnamen in Form von Zinsen die Ausfälle kompensieren bzw. dann Gewinn bedeuten. Wenns ein "Patentrezept" für die derzeitigen Probleme gebe wär es schon lange eingeführt.

Ganz einfach zinslos = funktioniert nicht wie auch?

Nichtdestrotrotz sollten die Banken beim derzeit günstigen Leitzins den Austausch von Wirschaftgütern nicht behindern.
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